Schockierender Fall in Vorarlberg: Ein 17-Jähriger, der bereits in der Vergangenheit wegen Amokfantasien und Gewaltgedanken aufgefallen war, musste sich in Feldkirch vor Gericht verantworten. Es ging dabei um mehrere Verstöße gegen das Verbotsgesetz.
Ins Rollen kam der Fall, als der Jugendliche Mitschülern von seinen düsteren Plänen erzählte, berichtet die "Krone". Demnach habe er am Todestag von Adolf Hitler (30. April) einen Amoklauf an seiner Schule geplant. Dazu habe der Vorarlberger auch schon eine Todesliste angefertigt.
Aus seiner rechtsextremen Gesinnung machte der ehemalige Schüler, der sich während eines Krankenhausaufenthalts ein Hakenkreuzemblem bastelte und dieses auch regelmäßig trug, auch im Zuge der Verhandlung kein Geheimnis.
Demnach würde er es gut finden, dass "Adolf Hitler die Ausländer weggeschafft" habe. Zudem bezeichnete er den Nazi-Diktator als einen geeigneten "Präsidenten von Österreich". Des Weiteren soll der Teenager in der Vergangenheit von einem "neuen Reich" ohne "Schwuchteln" gesprochen haben.
Diese Ideologie habe er auch in einem Song verbreiten wollen – Teile davon wurden von ihm im Netz veröffentlicht. Als seine Accounts daraufhin gesperrt wurden, legte er einfach neue Profile an.
Im Zuge der "minutiösen Ermittlungen" fanden Beamte auf den Geräten des 17-Jährigen immer wieder die Zahl "88", die in der Neonazi-Szene für "Heil Hitler" steht. Aber nicht nur für den Massenmörder, sondern auch für amerikanische Neonazis zeigte der Jugendliche offenbar Verständnis. Ihm zufolge würden diese nur "die Zukunft weißer Kinder sichern".
Schlussendlich wurde der Vorarlberger – bereits rechtskräftig – zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er sich einer ambulanten Suchtberatung unterziehen.