Mehrere Menschen hatten plötzlich Atemprobleme in einem Sportverein in Mentana, einem Vorort von Rom. Unter den Verletzten sind drei Erwachsene und fünf Kinder, vier davon sind zwischen 10 und 15 Jahre alt. Auch ein fünfjähriger Bub war den giftigen Gasen ausgesetzt. Er musste in kritischem Zustand ins Spital in die italienische Hauptstadt gebracht werden. Laut NTV geht es ihm mittlerweile wieder besser.
Warum aus der Pool-Pumpe so viel Chlor und die giftigen Dämpfe ausgetreten sind, ist noch nicht geklärt. Die Polizei schaut sich die Sache genau an und hat das Gelände vom Sportclub für die Ermittlungen gesperrt.
Chlor wird in Schwimmbädern verwendet, damit das Wasser sauber bleibt und keine Infektionen entstehen. Der Umgang mit Chlorgas ist streng geregelt. Normalerweise ist die Konzentration ungefährlich.
Spürbar wird Chlor, wenn es im Wasser mit den Schleimhäuten in Berührung kommt – zum Beispiel an den Augen, der Nase oder in den Bronchien. Dabei entsteht Salzsäure oder hypochlorige Säure, die das Gewebe angreifen kann. Ist die Konzentration zu hoch, kann es zu Verätzungen der Atemwege und der Lunge kommen.
Wenn du zu viel Chlorgas einatmest, fällt dir oft zuerst der stechende Geruch auf. Es kann auch brennen in der Nase, im Hals und in der Brust. Wenn dann noch Übelkeit, Schwindel oder Schmerzen beim Atmen dazukommen, ist die Chlor-Konzentration viel zu hoch. Dann solltest du das Gelände sofort verlassen. Achtung: Blaue Lippen oder Fingernägel, Atemnot und Schaum im Mund sind Zeichen für eine schwere Vergiftung durch Chlordämpfe. In diesem Fall muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden.
Wie gefährlich Chlorgas wirklich ist, hat sich schon im Ersten Weltkrieg gezeigt: Damals haben deutsche Soldaten das Gas eingesetzt, um Feinde kampfunfähig zu machen. Viele Soldaten sind an den schweren Verätzungen gestorben.