Mossad-Suche in Wien

Clip an Familie geschickt, dann verliert sich jede Spur

Am Freitag schickten Mali (50) und Liel (23) noch ein Video aus Wien an ihre Familie. Seitdem fehlt von Mutter und Tochter jede Spur.
Newsdesk Heute
13.08.2026, 17:53
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Es sollte eine besondere Überraschung zum 50. Geburtstag werden: Liel (23) reiste mit ihrer Mutter Mali Yahalomi nach Wien. Doch ausgerechnet während des gemeinsamen Trips verliert sich die Spur der beiden. Seit Freitag sind Mutter und Tochter verschwunden. "Heute" berichtete bereits ausführlich über den Fall.

Am Dienstag um 10.15 Uhr sollten sie von Prag zurück nach Israel fliegen. Doch die beiden waren nicht an Bord.

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Letztes Lebenszeichen per Video

Am Freitag schickten Mali und Liel ihrer Familie laut "Bild" noch ein Video aus ihrem Apartment in Wien. Danach begann der Schabbat. Weil beide religiös sind, blieben ihre Handys von Freitagabend bis Samstag nach Sonnenuntergang ausgeschaltet.

Am Sonntag wollte die Familie wieder Kontakt aufnehmen – vergeblich. "Am Sonntagmorgen schrieben wir noch: ,Was ist los? Wie geht es euch?‘ Doch in der Familiengruppe erschien nur ein Haken", berichtet Familienangehörige Einav gegenüber der deutschen Tageszeitung. "Seitdem fehlt jede Spur."

Handys bleiben aus

Auch danach gab es offenbar kein Lebenszeichen mehr. Laut Familie sind seit Freitag keine bekannten Kreditkartenbewegungen verzeichnet worden, die Telefone bleiben ausgeschaltet.

"Es ist sehr, sehr besorgniserregend", sagte der Chabad-Gesandte von Wien, Reuven Timsit. "Denn es bedeutet, dass die Geschichte viel komplexer ist. Man kann sich kaum vorstellen, was passiert ist."

Suche in Wien läuft

Am Dienstagmittag veröffentlichte die israelische Botschaft eine Vermisstenanzeige. Auch die israelische Kultusgemeinde Wien bittet um Hinweise. Nach "Bild"-Informationen ist inzwischen Europol eingeschaltet.

Der letzte bekannte Aufenthaltsort der Frauen war eine Unterkunft in Wien-Margareten. Die Ermittlungen dort führten bisher nicht zu den Vermissten. Inzwischen sind auch israelische Spezialkräfte nach Wien gereist, um bei der Suche zu helfen. Auch der Mossad ermittelt auf Hochtouren. Laut "Heute"-Informationen wurde in der israelischen Botschaft in Wien eine eigene Kommandozentrale eingerichtet.

Familie widerspricht Spekulationen

Angehörige weisen Spekulationen über einen Familienstreit zurück und schließen persönliche oder finanzielle Motive aus. Tal, ein enger Freund der Familie, sagt: "Mali und Liel sind oft gemeinsam ins Ausland gereist. Sie sind noch nie verschwunden und haben noch nie einfach den Kontakt abgebrochen."

Hinweise nimmt die israelische Botschaft unter +43-676-367 2304 oder die Polizei unter +43 1 31310-0 entgegen.

Bruder mit emotionaler Botschaft

Malis Bruder Moshe wandte sich im israelischen Fernsehen direkt an die beiden: "Ob ihr es wisst oder nicht, und ich hoffe sehr, dass ihr es wisst: Wir machen uns große Sorgen um euch. Wir setzen wirklich alles in Bewegung und lassen keinen Stein auf dem anderen, um euch zu finden. Wir hoffen von ganzem Herzen, dass ihr zeitnah zu uns zurückkehrt."

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