Die Pratersauna in Wien nützt derzeit eine nicht wasserdichte Formulierung in der aktuellen Corona-Verordnung aus. Während eigentlich nur bis 1 Uhr gefeiert werden darf, geht's im Club von Martin Ho für maximal 100 Besucher schon regelmäßig bis 4 Uhr in der Früh weiter - die drei Stunden Nachspielzeit werden dann als "geschlossene Gesellschaft" tituliert - mehr dazu hier.
Während Ho für sein Vorgehen Kritik aus der Bevölkerung und der Politik Kritik erntete, ist er nicht der Einzige, der das ungenaue Gesetz zu seinen Gunsten nutzt. In Blindenmarkt im Bezirk Melk wurde am Wochenende in der Oldtimer-Halle ebenfalls schon über die Sperrstunde hinaus gefeiert.
Die "0815 Party" war ursprünglich auch als geschlossene Veranstaltung bis 4 Uhr geplant und von der Gemeinde genehmigt, einige Tage vor der Party wurde der Zapfenstreich dann aber doch noch etwas früher angesetzt, wie Bürgermeister Franz Wurzer gegenüber "Heute" erklärt.
Tatsächlich Schluss war dann laut Veranstalter gegen 3 Uhr in der Früh. Maximal 200 Gäste waren vor Ort, alle hatten ihre Tickets im Vorverkauf erworben und waren namentlich bekannt. "Wir haben das vorher mit allen Stellen und Behörden abgeklärt, sonst hätten wir es auch gar nicht gemacht. Aus unserer Sicht war alles völlig legal. Und man muss auch sagen, dass sich vor Ort alle toll an die Regeln gehalten haben", heißt es seitens des Veranstalters.