"Ich reagiere"

Collien Fernandes sagt, wieso sie nicht schweigen will

Warum trägt sie die Auseinandersetzung mit Christian Ulmen in die Öffentlichkeit? Auf diese Kritik reagiert die Moderatorin nun in einem Statement.
Heute Entertainment
10.08.2026, 11:50
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Collien Fernandes schweigt nicht. Seit die schweren Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen öffentlich bekannt wurden, äußert sich die 44-Jährige immer wieder ausführlich auf Instagram.

Das sorgt auch für Kritik. Schließlich werden dadurch immer neue Details einer eigentlich privaten Beziehung öffentlich diskutiert.

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Doch genau gegen diese Darstellung wehrt sich Fernandes jetzt vehement.

"Er agiert! Ich reagiere!", schreibt sie in ihrem aktuellen Statement.

"Nur ich rede und er schweigt" sei falsch

Vor allem mit einem Eindruck möchte Fernandes aufräumen: Sie sei keineswegs die einzige Person, die sich öffentlich äußere, während Ulmen schweige.

"Die Wahrnehmung, nur ich rede und er schweigt, ist so nicht richtig", erklärt sie.

Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)

Fernandes verweist dabei auf Pressemitteilungen, die von Ulmens anwaltlicher Seite an Medien verschickt würden. Diese würden zwar nicht von Ulmen persönlich formuliert oder ausgesprochen, seien aus ihrer Sicht aber dennoch öffentliche Äußerungen seiner Seite.

Ihr Vorwurf: Immer wenn sie glaube, zur Ruhe kommen zu können, gebe es eine neue Entwicklung oder Stellungnahme, auf die sie wiederum reagieren müsse.

Fernandes beschreibt die Dynamik deshalb als einen Kreislauf.

Sie wirft der Gegenseite vor, über Pressemitteilungen Behauptungen über sie zu verbreiten, die sie für falsch hält. Daraufhin sehe sie sich gezwungen, öffentlich ihre eigene Darstellung entgegenzusetzen.

"Ich antworte IN DEN MEDIEN! Auf seine [...] Aussagen IN DEN MEDIEN!", macht sie deutlich.

Ihre Sicht auf die vergangenen Monate fasst sie an anderer Stelle mit zwei Begriffen zusammen: "Aktion und Reaktion".

Die von Fernandes als falsch oder verleumderisch bezeichneten Aussagen sind Gegenstand der Auseinandersetzung der beiden Seiten. Ihre Bewertung darf nicht mit einer gerichtlichen Feststellung verwechselt werden.

Fernandes geht noch einen Schritt weiter. Sie widerspricht grundsätzlich der Vorstellung, die zugrunde liegenden Vorwürfe seien eine reine Privatangelegenheit.

Sie argumentiert, dass mutmaßlich strafrechtlich relevante Vorgänge nicht deshalb verschwiegen werden sollten, weil sie innerhalb einer Beziehung oder Familie stattgefunden haben sollen.

Besonders wichtig sei ihr dabei, ihrer Tochter eine andere Haltung vorzuleben: Sollte ihr selbst einmal etwas widerfahren, wünsche sie sich, dass sie darüber spreche und sich an die Behörden wende – anstatt zu schweigen.

"Strafrechtlich relevante Vorgänge sind keine Privatangelegenheit!", schreibt Fernandes.

Eigentlich gehe es ihr um ein anderes Thema

Gleichzeitig betont die Moderatorin, dass ihre öffentliche Beschäftigung mit digitaler Gewalt nicht erst mit den Vorwürfen gegen Ulmen begonnen habe.

Nach ihrer Darstellung beschäftige sie sich bereits seit Jahren mit gesetzlichen Schutzlücken. Damals habe sie noch nicht gewusst, wer für die von ihr geschilderten Fake-Accounts verantwortlich gewesen sein soll.

Ihr ursprüngliches Ziel sei es gewesen, auf diese Lücken aufmerksam zu machen. Daran wolle sie festhalten.

Dass ausgerechnet ihr damaliger Ehemann hinter den Vorgängen gesteckt haben soll, ist ein zentraler Vorwurf von Fernandes und bislang nicht abschließend gerichtlich geklärt.

Für Fernandes steht jedenfalls fest, dass Schweigen für sie keine Option mehr ist.

Sie wolle weder die von ihr geschilderten Vorgänge noch aus ihrer Sicht falsche Darstellungen über ihre Person unwidersprochen stehen lassen.

"Die Zeiten sind vorbei", schreibt sie und formuliert anschließend einen der deutlichsten Sätze ihres gesamten Statements: "Schweigen ist der Bodyguard der Täter!"

Die zahlreichen Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen sind nicht abschließend gerichtlich geklärt. Auch ihre Darstellung der öffentlichen Kommunikation zwischen den beiden Seiten ist ihre Sicht auf den Konflikt. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.08.2026, 11:50
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