"Conan Exiles: Isle of Siptah" – Ärger im Helden-Epos

Die Erweiterung "Isle of Siptah" für "Conan Exiles" ist da. Der Entwickler hat aber bei der Erweiterung mit Unmut in den Helden-Community zu kämpfen.

Das Survival-MMO "Conan Exiles" hat mit "Isle of Siptah" eine riesige Erweiterung spendiert bekommen. Die bringt nicht einfach neue Kreaturen und Quests in das Helden-Epos, sondern gleich eine ganz neue Welt. Die neue Insel, die beinahe gleich groß ist wie die bisherige Map des Spiels, wartet mit zahlreichen Dungeons, magischen Fluten am Himmel und dem verheerenden Mahlstrom auf. Die Story dazu ist überaus schnell erzählt.

Auf der Insel trieb der agenumwobene Zauberer Siptah sein Unwesen – auf dem Turm in der Inselmitte wurden Menschen geopfert, die vom Festland hierher verschleppt wurden. In den nunmehrigen Ruinen finden sich die Spuren der Kämpfe der Menschheit gegen die uralten Rassen, die der Spieler nun entdecken soll. Generell macht "Isle of Siptah" vieles richtig: Als "Neuanfang" beginnt man mit einem komplett neuen Charakter, was Neulingen die gleichen Chancen wie Veteranen einräumt.

Starker Fokus auf PvP gelegt

Ebenso kommen zwei neue Bauwerke ins Spiel: Helden können nun aus Treibgut kleine Piraten-Städte und aus Sturmglas Burgen errichten. Spannend ist auch, dass sich nun Reittiere nutzen lassen: Auf dem Rücken eines mächtigen Nashorns kämpft es sich gleich viel spektakulärer als nur mit Axt und Schwert. Wer "Isle of Siptah" installiert hat, kann die neuen Bauten und Reittiere zudem auch auf der bisherigen Map des Hauptspiels nutzen. Soweit, so ausgezeichnet. Bisher befindet sich "Isle of Siptah" noch im Early Access, Anfang 2021 ist die finale Version für PC, PlayStation 4 und Xbox One geplant-

Doch in der Community regt sich Widerstand gegen "Isle of Siptah", und die Kritik ist verständlich. Während die bisherige Karte mit Aufgaben und Kämpfen sowohl PvE-, als auch PvP-Spieler ansprach – sie konnten sich entweder computergesteuerten Feinden stellen oder andere Spieler bekämpfen – fokussiert "Isle of Siptah" bisher beinahe ausschließlich auf den PvP-Aspekt. Wer hier nur die Welt erleben will, ohne andere Spieler zu beharken, hat einen Nachteil.

Ein zweischneidiges Schwert

Das nämlich mit Mechaniken wie den magischen Fluten: Sie spülen die Computer-Figuren nach Siptah, die der Spieler versklaven und für sich arbeiten lassen kann. Da dies immer auf der Map angezeigt wird, kommt es an den entsprechenden Stellen zu Massengefechten zwischen Spielern, bei denen nur die Stärksten eine Chance haben und Anfänger oder Gelegenheitsspieler leer ausgehen. Wer glaubt, er kann das einfach ignorieren und spannende Quests oder die Sklaven in Dörfern aufgabeln, wird dagegen enttäuscht: Im Gegensatz zum Hauptspiel gibt es hier nämlich keine.

Generell wirkt so die Welt der "Isle of Siptah" für PvE-Spieler seltsam leer. Hingucker wie der Mahlstrom und der dunkle Turm in der Mitte sind ein krasser Gegensatz zu den leeren Sand- und Felsebenen. Wer aber genau sucht, findet auch satte Wiesen mit grafischen Leckerbissen wie durch Bäume fallende Sonnenstrahlen und nebelverhangenen Wäldern. Auch die Charaktere sehen ein gutes Stück detaillierter als noch im Hauptspiel aus. Dennoch bleibt "Isle of Siptah" ein zweischneidiges Schwert, das Entwickler Funcom für PvE-Spieler bis zum finalen Termin vielleicht noch entschärfen wird.

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