Conchita Wurst ist längst mehr als nur ein "ESC"-Moment – sie wurde zur prägenden Figur der österreichischen Popkultur. Doch als im vergangenen Jahr JJ den Sieg für Österreich holte, erlebte Tom Neuwirth, der Mann hinter der Kunstfigur, eine überraschend ehrliche Gefühlsachterbahn.
Im gemeinsamen Podcast "Bussi Blabla" blickt der 37-Jährige nun offen zurück und gesteht, dass der Triumph seines Nachfolgers nicht nur Freude ausgelöst hat.
"Ich muss komplett ehrlich sein, ein Teil in mir war… oh, so fühlt sich das an", beschreibt der "Rise Like a Phoenix"-Interpret den Moment, in dem JJ mit "Wasted Love" gewann.
Für einen Augenblick habe es sich angefühlt wie bei einer Ablöse auf dem Thron: "Es hat einen Moment gebraucht, um zu realisieren, dass ich nicht mehr die Schönheitskönigin bin", vergleicht er den Wettbewerb mit einer Miss-Wahl.
Doch das Gefühl hielt nicht lange an. "Und dann ist es aber eh weitergegangen", erzählt er, dass man gleich zusammen feierte. Die anfängliche Irritation wich echter Freude – besonders auch, weil der Druck plötzlich nachließ – plötzlich war man zuzweit: "Weil ich richtig gemerkt habe, dass so ein Druck abfällt. Den ich mir für mich gemacht habe."
"Mit dem Udo hätte ich ja nicht darüber reden können und es waren ja auch andere Zeiten", gibt Neuwirth seine Gedanken preis. Am Ende bleibt ein ehrliches Fazit: "Aber ich würde lügen, wenn nicht mein Ego kurz gesagt hätte… oh…"