10.000 Liter Diesel darin

Antarktis-Überraschung! Container auf Eisberg entdeckt

Ein Blizzard riss einen Eisberg mit sieben Containern von der Neumayer-Station los. Er trieb 140 Kilometer weit – und verschwand dann spurlos.
Newsdesk Heute
28.05.2026, 08:56
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In riesigen Containern lagerten Müll und Ausrüstung einer deutschen Forschungsstation in der Antarktis – und fast 10.000 Liter Winterdiesel. Doch nach einem schweren Eissturm waren die blauen Metall-Behälter plötzlich verschwunden.

Seit 2009 ist die Neumayer-Station III die Basis der deutschen Antarktis-Forschung. Im Sommer arbeiten bis zu 50 Wissenschaftler an der Küste des Weddell-Meeres, im Winter sind es nur etwa neun. Die Vorräte lagern in Containern am Rand des Schelfeises.

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Wie ein deutscher Bericht bei der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) schildert, fegte Anfang 2026 ein Blizzard mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h über die Station. Im Sturm brach ein riesiges Stück Schelfeis ab und trieb mitsamt sieben Containern aufs Meer hinaus.

Eisbrecher fand die Container auf treibendem Eisberg

Der Forschungseisbrecher "Polarstern" entdeckte die Scholle samt Containern später: Der 81 Meter dicke Eiskoloss war 140 Kilometer weit abgetrieben. Per Hubschrauber konnten die Forscher knapp 600 Liter Diesel, Batterien und Gaszylinder bergen.

Weitere Rettungsaktionen waren nicht möglich, weil das Eis zu instabil war. Einen Monat später war der Eisberg komplett verschwunden – er zerbrach vermutlich, und die Container versanken im Meer.

Fast 10.000 Liter Diesel ins Meer ausgelaufen

Im ATCM-Bericht heißt es: "Es ist anzunehmen, dass der Container entweder durch den Sturz ins Meer beschädigt wurde oder auf dem Weg zum Meeresboden implodierte. In beiden Fällen dürfte der Treibstoff ausgelaufen sein." Was das für die sensible Antarktis-Umwelt bedeutet, ist noch unklar.

Die Neumayer-Station hat ihr Protokoll bereits überarbeitet: Künftig werden Container nicht mehr nahe des Eisrandes, sondern fünf Kilometer entfernt gelagert. Auch die Überwachung des Eises wird intensiviert.

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