Corona-Alarm! Bald keine Intensivbetten mehr frei

Patient auf der Intensivstation (Symbolbild)
Patient auf der Intensivstation (Symbolbild)picturedesk.com
Mehr als 6.400 Corona-Fälle in OÖ, so viele COVID-19-Patienten auf Intensivstationen wie noch nie: Und jetzt drohen die Betten auszugehen.

796 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden in Oberösterreich, 16.000 Menschen sind in Quarantäne. 344 Corona-Kranke liegen in Spitälern, 35 auf Intensivstationen – so viele, wie noch nie seit Beginn der COVID-19-Pandemie.

Und jetzt droht uns, dass die Intensivstation-Betten ausgehen!

Oberösterreichs Krankenhäuser haben 243 Intensivbetten, aber nur noch 63 sind aktuell frei, berichten die "OÖN". Von den 180 gebrauchten Betten seien 35 mit Corona-Patienten belegt – die Zahl wird aber höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen weiter ansteigen. Von bis zu 120 ist die Rede. Dann würden die Betten nicht mehr reichen.

Planbare Operationen verschoben

Bereits am Dienstag hatten die oö. Spitäler angekündigt, planbare Operationen zu verschieben, um so zu gewährleisten, dass genug Kapazitäten für Corona-Patienten und für die Akutversorgung vorhanden sind.

Es sei eine "drastische Leistungsanpassung" geplant. "Diese wird unter der größtmöglichen Bedachtnahme auf die Dringlichkeit und die persönlichen Umstände der PatientInnen erfolgen", so Jens Meier (Vorstand der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am KUK), Bernd Lamprecht (Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am KUK) und Holger Rumpold (Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums am Ordensklinikum Linz) in einer Pressekonferenz.

Und weiter: „Wir haben uns entschlossen, die COVID-19-PatientInnen nach einem bestimmten Schlüssel gleichmäßig und verhältnismäßig auf alle Spitäler in Oberösterreich zu verteilen", so Lamprecht.

Es fehlt an Pflegepersonal

Weiteres Problem in den oö. Spitälern: Es fehlt an genügend Personal auf den Intensivstationen. "Normalerweise versorgt eine Intensivpflegekraft zwei bis drei Patienten, COVID-19-Patienten sind so pflegeaufwendig, dass der Betreuungsschlüssel bei 1:1 liegt, da kommt man schnell an die Grenzen", wird Helmut Freudenthaler, Betriebsratsvorsitzender vom Linzer MedCampus in den "OÖN" zitiert.

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