Die Corona-Zahlen befinden sich in Österreich zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, der Höhepunkt der Omikron-Welle dürfte aber laut Experten überschritten sein. Wie "Heute" erfuhr, wurden am Freitag 37.910 Neuinfektionen und 40 Todesfälle verkündet. Vergangene Woche wurden vergleichsweise am Freitag 51.112 neue Fälle gemeldet.
Auf die weiterhin hohen Zahlen reagierte nun auch die Bundesregierung. Seit Donnerstag gelten neue, strengere Corona-Maßnahmen. Es gibt etwa eine Indoor-Maskenpflicht, neue Regeln für Indoor-Events sowie eine neue Quarantäneregelung, die nun auf fünf Tage verkürzt wird – ohne Freitesten.
Genau die letzte Maßnahme wird die Bundeshauptstadt nicht mittragen. In Wien endet die Selbstisolation nach wie vor automatisch nach 10 Tagen, wenn man seit 48 Stunden keinerlei Symptome zeigt. Ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne ist ab dem 5. Tag möglich, wenn man sich mittels PCR-Test freitestet. Wenn dieser das Virus im Körper nachweist, der CT-Wert jedoch über 30 beträgt, kann die Quarantäne ebenfalls beendet werden.
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Wie ein Bericht der Corona-Kommission, der "Heute" vorliegt, zeigt, hat sich der Altersdurchschnitt leicht erhöht und liegt nun bei 37,8 Jahren. Die 14-Tage-Trendanalyse zeigt einen Anstieg um fast 25% in der 14-Tages-Inzidenz der Infektion in der Altersgruppe über 65 Jahren.
In der Kalenderwoche 11 erreichte die Positivitätsrate 7,46%; die Testfrequenz unterliegt regionalen Unterschieden. Der zuletzt beobachtete Anstieg der Todeszahlen bei den über 85-Jährigen ging jüngst wieder zurück.
Auch wenn die Todeszahlen bei den über 85-Jährigen rückgängig sind, zeigen Cluster-Analysen nach priorisierten Settings nach wie vor eine starke Betroffenheit von Gemeinschaftseinrichtungen wie Alten- und Pflegeheime, die in der Tendenz zunimmt. In Niederösterreich werden täglich insgesamt zwischen 8.000 und 12.000 positive Fälle in Alten- und Pflegeheimen verzeichnet. Der Vertreter aus Wien betonte bei der Kommissionssitzung, dass auch da die Cluster auf hohem Niveau stabil sind.