Corona-Demonstrant zu Politikern: "Kennen eure Adresse"

In sozialen Netzwerken kursiert ein Video, das jetzt die Polizei beschäftigt.
In sozialen Netzwerken kursiert ein Video, das jetzt die Polizei beschäftigt.Screenshot
In einem Video, das in sozialen Netzwerken kursiert, drohten Corona-Leugner Spitzenpolitikern mit "Hausbesuchen". Ein Fall für die Polizei.

Regelmäßig finden in Oberösterreich derzeit sogenannte Corona-Spaziergänge statt. Immer wieder muss die Polizei dabei eingreifen, es wird die Maskenpflicht nicht eingehalten oder es gibt nicht genügend Abstand – mehr dazu hier.

Bei einer Demo in Linz kam es am vergangenen Freitag offenbar zu einem Eklat. In einem Video, das in sozialen Netzwerken kursierte, drohte ein Corona-Leugner Spitzenpolitikern mit einem Besuch.

"Wissen eure Adressen"

Der Redner kündigte an, er wolle einen "Schweigemarsch" an die Heimatadressen von Gesundheitsminister Rudi Anschober und LH Thomas Stelzer unternehmen. Er wolle dort dann "so laut schreien, bis die Fensterscheiben zerbrechen". Und: Er werde seine Forderungen "an die Gartentür der Politiker nageln".

Die Polizei prüft den Fall. "Wir kennen das Video", so Sprecher David Furtner zu "Heute".

Redner macht Rückzieher

Der mutmaßliche Redner veröffentlichte danach am Wochenende auf Youtube ein Video, in dem er sich von seinen eigenen Aussagen bei der Demo distanzierte. Er habe nicht drohen wollen, alles nur "sinnbildlich" gemeint. Die Emotionen seien einfach "übergekocht". Zudem werde er sich ab jetzt "aus der Demoszene zurückziehen".

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