Corona-Kranker nahm Anti-Wurm-Mittel, nun im Spital

Ein Steirer wollte seine Coronaerkrankung mit Hilfe von "Ivermectin" heilen, nun liegt er im Diakonissenspital in Schladming.
Ein Steirer wollte seine Coronaerkrankung mit Hilfe von "Ivermectin" heilen, nun liegt er im Diakonissenspital in Schladming.Klinik Diakonissen Schladming/ Christoph Huber
Ein 58-Jähriger, der an Corona erkrankt war, landete nun nach der Einnahme vom Entwurmungsmittel "Ivermectin" im Spital. 

Mit "massiver Atemnot" wurde vor Kurzem ein an Covid-19 erkrankter Steirer ins Diakonissenspital Schladming (Stmk.) eingeliefert. Der 58-Jährige hatte zuvor versucht das Coronavirus mit dem Anti-Wurmmittel "Ivermectin" zu bekämpfen. "Er hat das Mittel in der Hoffnung genommen, dass es Corona behandelt", erzählt der ärztliche Leiter im Gespräch mit "Heute"

Steirer musste beatmet werden

In impfskeptischen Kreisen hält sich nach wie vor das Gerücht, dass der Wirkstoff gegen das Coronavirus helfen würde. In Oberösterreich ist das Medikament immer wieder ausverkauft. Vier Tage lang soll der 58-Jährige das Anti-Wurm-Mittel eingenommen haben. Als er aber schwer Luft bekam, suchte er seinen Hausarzt auf. Dieser leitete ihn sofort ans Spital weiter.

"Der Patient konnte nicht mehr richtig reden als er bei uns war. Er hat Sauerstoff bekommen und ist knapp an der Intensivstation vorbeigeschrammt." Laut dem Arzt wird der 58-Jährige noch etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben müssen. Eine "Ivermectin"-Vergiftung hatte der Mann nicht erlitten.

Warum ein Anti-Wurmmittel kein Corona-Medikament ist

Weniger Glück hatte da eine Oststeirerin. Die betroffene Frau landete nach einer "Ivermectin"-Vergiftung auf der Intensivstation. Ein 55-Jähriger hatte wiederum nach einem positiven Corona-Test über drei Wochen lang ein Vitamin D-Präparat genommen und erlitt dadurch akutes Nierenversagen.

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