Wiens Kindergärten ab Mai wieder für alle offen

Durch die schrittweise Öffnung von Geschäften steigt auch die Zahl der Kinder, die zur Betreuung in die Wiener Kindergärten gebracht werden. Die Stadt reagiert darauf mit einer stufenweisen Ausweitung der Angebote.
Durch die schrittweise Öffnung von Geschäften steigt auch die Zahl der Kinder, die zur Betreuung in die Wiener Kindergärten gebracht werden. Die Stadt reagiert darauf mit einer stufenweisen Ausweitung der Angebote.Bild: picturedesk.com
Durch die Öffnung von Geschäften ist die Zahl der betreuten Kinder in den Wiener Kindergärten gestiegen. Die Stadt erweitert nun mit einem Stufenplan das Angebot.
Das schrittweise Hochfahren in vielen Betrieben hat nach den Osterferien zu einem stetigen Anstieg der betreuten Kinder in Wiener Kindergärten geführt. Wenn es Anfang Mai zu weiteren Lockerungen kommt, ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Um das gut zu organisieren und auch um Kindern wieder soziale Kontakte mit Gleichaltrigen zu ermöglichen, hat die Stadt Wien nun einen Stufenplan für die weitere Öffnung der Kindergärten entwickelt.

"Eltern haben in den letzten Wochen viel Durchhaltevermögen und Engagement an den Tag gelegt, um ihre Kinder weitgehend alleine zu betreuen", erklärt Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Nach Wochen der physischen und sozialen Distanzierung sei es nun wichtig, den Druck aus den Familien zu nehmen und Kindern wieder Sozialkontakte und elementare Bildung zu ermöglichen. "Und Eltern brauchen Entlastung, um ihrer Berufstätigkeit angemessen nachgehen zu können", so Czernohorszky.

Die Vorgaben des Bundes, Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, stünden nun einer steigenden Berufstätigkeit von Eltern gegenüber. Um den Eltern Klarheit und Planbarkeit zu bieten, lege die Stadt nun diesen Fahrplan vor, betont Czernohorszky.

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Formular für Betreuung aufgehoben

Die (Wieder-)Öffnung der Wiener Kindergärten erfolgt stufenweise: Während der noch bis 30. April geltenden Ausgangsbeschränkungen der Bundesregierung können alle berufstätigen Eltern – unabhängig davon, wo und wie die Arbeit stattfindet – ihre Kinder in den Kindergarten bringen.

Das Formular, mit dem bestätigt werden muss, dass eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist, wird aufgehoben. Somit können nun alle berufstätigen Eltern ihre Kinder in den Kindergarten bringen.

"Zur Planbarkeit des Betreuungsangebotes bitten wir die Eltern aber, ihren jeweiligen Kindergarten rechtzeitig über ihren Bedarf zu informieren", betont die Abteilungsleiterin der Stadt Wien-Kindergärten, Daniela Cochlar. Die Öffnungszeiten der einzelnen Standorte werden dann auch bedarfsorientiert gestaltet. Weiters gilt das Angebot wie gehabt für alle Familien, die mit großen Belastungen konfrontiert sind sowie für Alleinerzieher.

Erweiterte Betreuung ab Anfang Mai

Ab 4. Mai wird dann der nächste Schritt gesetzt: Zusätzlich zu Kindern von berufstätigen Eltern, Alleinerziehern und bei familiären Überlastungssituationen werden ab Anfang Mai speziell auch folgende Kinder zum Besuch des Kindergartens eingeladen:

- Kinder im letzten Kindergartenjahr vor der Schule

- Kinder im vorletzten Kindergartenjahr mit Sprachförderbedarf

- Kinder, die als einziges Kind in einem Haushalt leben.

Auch hier werden Eltern gebeten, zeitgerecht den Betreuungsbedarf bekannt zu geben. "Wichtig ist: Kein Kind verliert den Platz, wenn es nicht in den Kindergarten kommt. Die Besuchspflicht im letzten Kindergartenjahr bleibt bis auf weiteres ausgesetzt", verspricht die Stadt.

Kindergärten achten auf Gruppengrößen und Hygiene

Trotz der steigenden Kinderzahlen soll in den Kindergärten auf möglichst überschaubare Gruppen und besonders auf die Einhaltung der Hygiene geachtet werden: "Die Gruppen werden von Standort zu Standort sicher unterschiedlich groß sein, und dort, wo es möglich ist, können sie auch geteilt werden", erklärt Cochlar.



Genau eingehalten würden die jetzt schon geltenden Hygienemaßnahmen, wie die regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Flächen, das regelmäßige Lüften sowie die Einhaltung von Abständen, soweit das möglich sei. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sei nicht verpflichtend, aber auf freiwilliger Basis möglich.



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