Corona-Leugner entlässt sich selbst aus Klinik – tot

Weil er nicht an die Gefährlichkeit der Krankheit glaubte, entließ er sich selbst – und starb.
Weil er nicht an die Gefährlichkeit der Krankheit glaubte, entließ er sich selbst – und starb.Getty Images/iStockphoto
Auch in Deutschland platzen die Intensivstationen aus allen Nähten. Ein Patient glaubte trotzdem nicht an die Gefährlichkeit der Krankheit.

Nachdem es in den letzten Wochen eine Corona-Explosion in Österreich gab, zeichnet sich diese Entwicklung nun in Deutschland ab. Seit zwei Wochen setzt es täglich einen neuen Rekord an Neuinfektionen, mittlerweile ist die Inzidenz erstmals über 400 gestiegen. In Österreich beträgt sie mittlerweile 1.085.

Doch auch im Nachbarland ist die Lage von Ort zu Ort verschieden. Besonders dramatisch ist die Lage einerseits in Sachsen (Inzidenz 1.075, Impfquote 58 Prozent) und eben im an Österreich grenzenden Bayern (Inzidenz 645, Impfquote 66 Prozent).

Intensivstationen am Kollaps

In Bayern machen bereits jetzt die Intensivstationen große Sorgen. Bei 13 Millionen Einwohnern müssen dort aktuell 1.025 Personen behandelt werden. Ein besonders dramatisches Beispiel sind die Rottal-Inn Kliniken in Eggenfelden, das etwas mehr als 20 Kilometer von Braunau entfernt liegt.

Mittlerweile gibt es dort kein freies Intensivbett mehr, einige Patienten musste man bereits in andere Kliniken verlegen, heißt es im deutschen "Express". Es zeichne sich Triage ab, warnt der Ärztliche Direktor Klaus Kienle. Wie in Oberösterreich wurde auch in Deutschland Ende September gewählt. Das habe die Vorbereitungen auf die vierte Welle gelähmt, ist man sich im Krankenhaus sicher.

Patient entlässt sich selbst

Probleme mit Personen aus der Corona-Leugner-Szene gäbe es eher seltener, erzählt Kienle dem "Express". Trotzdem gab es bereits einen Fall, der ein Menschenleben kostete.

Ein schwer an Corona Erkrankter leugnete die Gefährlichkeit der Krankheit, entließ sich trotz seines alarmierenden Zustands und gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte selbst. Zu Hause angekommen, verschlechterte sich sein Zustand rasant. Er musste schließlich den Notarzt rufen. "Dieser Mann hat es nicht mehr lebend ins Krankenhaus geschafft", erzählt Klaus Kienle.

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