Anteil fast 100 Prozent – hier gibt's nur noch Mutanten

Die Corona-Mutationen werden den "Wildtyp" über kurz oder lang verdrängen.
Die Corona-Mutationen werden den "Wildtyp" über kurz oder lang verdrängen.iStock/4X-image; Johann Groder / EXPA / picturedesk.com (Montage)
Die Mutationen greifen rasend schnell um sich. Kein Wunder, dass die Corona-Ampel bei ihrer neusten Schaltung in fast ganz Österreich auf Rot bleibt.

Ein Höchststand jagt den nächsten – mittlerweile gibt es täglich so viele Neuinfektionen wie schon seit Ende 2020 nicht mehr. Am Mittwoch stellte Österreich mit 3.239 Neuinfektionen den neuen Corona-Negativrekord 2021 auf, am Donnerstag lag gab es mit 3.357 Corona-Fällen sogar noch mehr. 

Mutationen dominieren Burgenland

In vielen Bundesländern zeigt der Trend immer noch steil nach oben, nur die "Modellregion" Vorarlberg schafft es, bei den Neuinfektionen weiterhin rückläufig zu sein. Einen großen Anteil an den aktuell steigenden Fallzahlen haben die Corona-Mutationen, die etwa im Burgenland das Infektionsgeschehen schon fast vollständig dominieren.

Wie aus dem "Heute" vorliegenden Arbeitsdokument der Corona-Kommission hervorgeht, haben die N501Y-Mutationen – unter diesem Begriff werden die Briten- (B.1.1.7), Südafrika- (B.1.351) und Brasilien-Variante (P.1) zusammengefasst – im Burgenland bereits einen Anteil von 94,26 Prozent. Ende Jänner lag der Anteil noch fast genau bei der Hälfte aller Ansteckungen.

Ost-West-Gefälle

Auch in Kärnten (84,44 Prozent) und Wien (80,28 Prozent) haben diese ansteckenderen Mutationen den "Wildtyp" des Coronavirus weitgehend verdrängt. In Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg gehen ebenfalls schon drei von vier Infektionen auf das Konto der Mutanten. Alle genannten Bundesländer liegen damit über dem bundesweiten Schnitt von 73,42 Prozent.

In Salzburg ist der Anteil mit 65,51 Prozent etwas geringer. Nur in Tirol (45,25 Prozent) – hier wurden wegen der Südafrika-Variante verschärfte Maßnahmen gesetzt – und Vorarlberg (32,57 Prozent) konnten sich die Mutationen noch nicht durchsetzen. 

Neue Ampelschaltung

Angesichts dieser Lage, ist es nicht verwunderlich, dass die Corona-Kommission bei ihrer heutigen Entscheidung keine Änderungen an der Corona-Ampel durchführen wird. Bis auf Vorarlberg bleiben alle Bundesländer Rot (sehr hohes Risiko). Das Ländle bleibt trotz rückläufigen Trends auf Orange (hohes Risiko).

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