Corona-Party: Polizei war schon vor Beginn vor Ort

Hier fand die Coronaparty statt.
Hier fand die Coronaparty statt.privat
Nach einer illegalen Corona-Party hatte ein Linzer "Gartenverein" erneut ein Zusammentreffen angekündigt. Die Polizei stand aber schon bereit. 

Schon vor zwei Wochen sorgte ein "Gartenverein" auf einem Areal nahe des Linzer Pleschingersees für einen Polizei-Großeinsatz. Rund 90 Personen (darunter 20 Kinder) feierten eine Party, verstießen dabei gegen sämtliche geltenden Corona-Maßnahmen (wir berichteten).

Auch am vergangenen Samstag plante der Verein ein größeres Zusammentreffen. Doch dieses Mal kam es gar nicht so weit, die Polizei war schneller. Denn wie der Initiator, ein bekannter Corona-Leugner, der gerne bei Demos über den Teufel schwadroniert, selbst in einem YouTube-Video erklärt, standen schon vor dem eigentlichen Start des Treffens um 14 Uhr rund 20 Polizeiautos und viele Beamte rund um das Areal. "Es waren auch Gefängniswägen dabei. Sie haben offensichtlich schon auf den Zugriff gewartet. Deshalb haben wir die Leute nach Hause geschickt, sagt er in dem Clip.

Bürgermeister aufgefordert

Er betonte auch, sie seien "nicht eingeknickt". Indes forderte er im Namen des Garten-Vereins Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) auf, mit ihm in Kontakt zu treten. Er solle den Verein unterstützen, da dieser die Arbeit des Bürgermeisters mache. "Es ist Ihre Aufgabe als Bürgermeister einer Landeshauptstadt, das Lerndefizit der Kinder zu kompensieren und sich um die Leute zu kümmern, die wirtschaftliche Opfer der Corona-Maßnahmen sind", so seine Aussage im Video.

Zudem hofft er auf finanzielle Unterstützung des Magistrats, damit der Verein die gemeinnützige Arbeit weiterführen könne. Wie im Video beschrieben, plane der Verein nämlich eine Armenküche. Und um in Ruhe weiterarbeiten zu können, wäre es laut ihm sehr nett, wenn Luger doch die Polizei zurückpfeifen könne.

Wie am Montag aus Polizeikreisen zu hören war, stand die Polizei tatsächlich mit mehreren Beamten vor Ort. Der besagte Initiator hatte die Veranstaltung zuvor ja auch angekündigt. Die Polizisten mussten aber nicht einschreiten und deshalb folgten dieses Mal auch keine Anzeigen.

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