Coronazahlen steigen, aber Krankenhäuser sperren Betten

Das Krankenhaus-Personal ist ermüdet. 
Das Krankenhaus-Personal ist ermüdet. Getty Images/iStockphoto
Die Pandemie hat dem Krankenhauspersonal mächtig zugesetzt. Zumindest über den Sommer will man nun eine Verschnaufpause einlegen. 

Die letzten zwei Jahre waren für viele Beschäftigte im Gesundheitspersonal eine massive Herausforderung. Kurzfristige Dienstwechsel, Anhäufung von Überstunden sowie die eng-getaktete Arbeitszeiten hatte die Corona-Pandemie in den Krankenhäusern zufolge.

Moser: "Personal braucht Erholung!"

Um dem Gesundheitspersonal nun zumindest kurzfristig eine Verschnaufpause zu geben, gehen viele Krankenhäuser in Österreich über den Sommer hinweg nicht in Vollbetrieb. So wurden beispielsweise im Universitätsklinikum Salzburg100 bis 150 Betten gesperrt. 

Die dortige Pflegedirektorin Franziska Moser meint, dass es darum gehe, "das Personal wieder in die Kraft zu bringen". Neben Bettensperren wären zudem auch andere Maßnahmen notwendig. "Es braucht ein psychosoziales Entlastungspaket Wir müssen die psychosoziale Gesundheit unserer Mitarbeiter stärken - darauf legen wir unseren Fokus", sagt Moser im Gespräch mit dem ORF. 

In Salzburg wird demnach beispielsweise auf gemeinsame Ausflüge und andere Teambuilding-Maßnahmen gesetzt. Dadurch soll das Personal wieder enger zusammenwachsen und sich auch von den vergangenen stressigen Monaten erholen können. 

Herbst-Welle sehr realistisch 

Auch in Linzsind bereits mehr als 100 Betten über den Sommer gesperrt. Das Personal sei während der Pandemie stark ermüdet und braucht nun einfach Urlaub, besonders mit Blick auf eine weitere Corona-Welle im Herbst, sei nun Entlastung besonders wichtig, meint Stationschef Johannes Schwammberger. 

Derzeit gehen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Spitälern davon aus, dass sich im Herbst die Corona-Situation wieder verschlechtert. Auch mehrere Expertinnen und Experten warnen bereits davor, dass schon in den kommenden Wochen und Monaten die Zahlen wieder rasant ansteigen werden. Wie sehr die drohende Welle die Krankenhäuser belastet, herrscht derzeit aber noch Unklarheit. 

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