U-Bahn-Türen öffnen sich wegen Corona automatisch

Die U-Bahnen sind weiterhin unterwegs, Desinfektionsspender wird es in den Stationen nicht geben.
Die U-Bahnen sind weiterhin unterwegs, Desinfektionsspender wird es in den Stationen nicht geben.Bild: Manfred Helmer
900 Passagiere passen in einen V-Wagen – in Zeiten von Corona ein Sicherheitsrisiko? Wir haben bei den Wiener Linien nachgefragt.

Seit Montagnachmittag sind alle Indoor-Veranstaltungen ab 100 Personen in Österreich untersagt ("Heute" berichtete). Die öffentlichen Verkehrsmittel sind davon aber in Wien nicht betroffen. "Wir sind planmäßig unterwegs und sind in enger Abstimmung mit den Behörden", erklärt Wiener Linien-Sprecher Daniel Amann. Auch die Regierung sieht derzeit keinen Grund den Öffi-Verkehr einzustellen.

Die Wiener Linien arbeiten jedenfalls mit Hochdruck daran, das Ansteckungsrisiko gering zu halten: „Wir reinigen jeden Tag unsere Stationen und Fahrzeuge, inklusive Haltegriffe und Sitzflächen. Das machen wir aber schon immer", so Amann.

Desinfektionsspender in den Stationen oder Waggons wird es jedenfalls nicht geben. „Mediziner raten davon ab, weil es die Haut anfälliger für Bakterien macht". Auch die Stadt sieht von Gratis-Desinfektionsmittel ab. Zur Erinnerung: Im Zuge eines Cooling-Pakets verteilte Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) 2018 14.000 Gratis-Deos an U6-Fahrgäste.

U-Bahn-Türen öffnen automatisch

Dafür lassen die Wiener Linien in allen durchgängigen U-Bahn-Zügen die Türen automatisch öffnen. "Bei Bussen und Straßenbahnen ist das allerdings nicht möglich, weil sie einen Haltewunsch brauchen, um stehen zu bleiben", so Amann. "Wir machen es dort, wo die meisten Fahrgäste unterwegs sind", ergänzt der Sprecher der Verkehrsbetriebe.

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