Schwerer Unfall am Freitagnachmittag im Pfändertunnel bei Bregenz: Auf der Rheintalautobahn A14 krachten gegen 15.10 Uhr in Fahrtrichtung Deutschland vier Fahrzeuge ineinander. Mehrere Personen wurden dabei verletzt.
Auslöser war stockender Verkehr im Tunnel. Auf beiden Fahrspuren kam es zu starken Bremsmanövern. Mehrere Lenker konnten noch rechtzeitig reagieren, bremsen oder ausweichen. Ein 62-jähriger Pkw-Lenker schaffte das nicht mehr: Er prallte auf das Auto eines 58-Jährigen vor ihm.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde dessen Wagen zunächst gegen die linke Tunnelwand geschleudert und danach auf die Normalspur abgelenkt. Dort kollidierte das Fahrzeug mit dem Pkw eines 75-jährigen Lenkers. Der 62-Jährige versuchte anschließend noch, einem Fahrzeuggespann eines 52-Jährigen auszuweichen, krachte jedoch auch diesem ins Heck.
Mehrere Personen wurden bei dem Unfall unbestimmten Grades verletzt. Zwei Verletzte kamen nach der Erstversorgung ins Krankenhaus Dornbirn, eine weitere verletzte Person wurde ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht. Ein weiterer Unfallbeteiligter gab ebenfalls an, verletzt zu sein, lehnte einen Transport ins Krankenhaus aber ab.
An den vier beteiligten Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Drei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Die Alkomattests bei den beteiligten Fahrzeuglenkern verliefen "allesamt negativ". Hinweise auf eine Beeinträchtigung durch Suchtgift oder andere Substanzen ergaben sich laut den vorliegenden Informationen nicht.
Der Unfall hatte massive Auswirkungen auf den Verkehr. Beide Tunnelröhren mussten teilweise gesperrt werden. Die Oströhre in Fahrtrichtung Deutschland war rund zwei Stunden nicht befahrbar. Der Rückstau reichte bis zur Anschlussstelle Dornbirn Süd zurück.
Auch in die Gegenrichtung ging zeitweise nichts mehr: Die Weströhre wurde für die Zufahrt der Einsatzkräfte und den Abtransport der Verletzten rund eine Stunde gesperrt. In Fahrtrichtung Tirol staute es sich dadurch bis nach Sigmarszell in Deutschland.