Zwei Flüchtlinge erstickten qualvoll in Kleinbus

Der Kleintransporter, in dem die Flüchtlinge gepfercht waren.
Der Kleintransporter, in dem die Flüchtlinge gepfercht waren.Thomas Lenger
Im Burgenland war ein Kleinbus mit 29 Männern gestoppt worden - zwei waren tot. Jetzt steht das Obduktionsergebnis fest, die Männer erstickten.

Die Tragödie um 29 Flüchtlinge in Siegendorf (Bgld.) mit zwei Toten wird zum Kriminalfall: Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat eine Obduktion in Auftrag gegeben. Es soll restlos geklärt werden, wo und warum die beiden Männer im Renault sterben mussten.

Am Donnerstag lag das vorläufige Obduktionsergebnis (noch nicht schriftlich, Anm.) auf: Die beiden Männer (knapp unter 30) erstickten laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt qualvoll im Kastenwagen.

Schlepper flüchtig

Wie berichtet hatte Heer und Polizei am Dienstag einen Kastenwagen gestoppt. Die Syrer im Frachtraum klopften, schrien um Hilfe, der Lenker rannte sofort davon. Die Polizei befreite 27 Syrer, zwei junge Männer waren indes bereits tot. Der mutmaßliche Schlepper ist nach wie vor flüchtig.

Syrer bei Polizei untergebracht

Die Alarmfahndung nach dem bewaffneten Schlepper verlief negativ. Die überlebenden Syrer sind jetzt gut von der Polizei untergebracht. „Sie werden laufend einvernommen und befragt, spielen in den Erhebungen eine zentrale Rolle“, so ein Polizeisprecher.      

Auch Burgenlands Landeschef Hans Peter Doskozil zeigte sich tief erschüttert: "Die Parallele zum Drama 2015 mit 71 Toten ist leider erschreckend."

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