Viele Autofahrer machen es bei Stau ganz automatisch: runter von der Autobahn und über Nebenstraßen weiterfahren. In Tirol ist damit auch 2026 an vielen Tagen Schluss.
Das Bundesland verschärft seine Abfahrtssperren entlang wichtiger Reiserouten. Betroffen sind vor allem die Inntalautobahn (A12), die Fernpass-Route sowie Straßen im Bereich Kufstein, Reutte und Nassereith. Ziel der Maßnahme ist es, Anrainer vor dem massiven Ausweichverkehr zu schützen.
Ab 1. Mai 2026 gelten die Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie zusätzlich am 29. Mai und am 2. Oktober. Die Sperren sind jeweils von 7 bis 19 Uhr aktiv.
Wer während dieser Zeiten keinen Ziel-, Quell- oder Anrainerverkehr nachweisen kann, darf die betroffenen Ausfahrten und Nebenstraßen nicht benutzen. Reisende müssen auf den Hauptverkehrsrouten bleiben – selbst wenn sich dort kilometerlange Staus bilden.
Besonders betroffen sind zahlreiche Straßen rund um Kufstein. Dort werden mehrere beliebte Schleichwege für den Durchzugsverkehr gesperrt. Auch in der Region Reutte entlang der Fernpass-Route gelten umfangreiche Beschränkungen. Zusätzlich kommen an mehreren Stellen Dosierampeln zum Einsatz, um den Verkehr zu bremsen und zu steuern.
Kritik kommt vom deutschen Autofahrerclub ADAC. Der Club sieht die Fahrverbote kritisch und warnt vor zusätzlichen Belastungen für Urlauber. Tirol hält dagegen: Ohne die Sperren würden viele Gemeinden regelmäßig im Verkehr versinken.
Wichtig für Reisende: Die Fernpassstraße (B179), die Ortsdurchfahrt Kufstein (B171) sowie die Eibergstraße bleiben grundsätzlich befahrbar. Dennoch müssen Autofahrer dort mit Verzögerungen durch Dosierampeln rechnen.