Katzen sind nicht nur beliebte Haustiere – sie teilen auch viele Krankheiten mit uns Menschen. Wie beim Menschen gehört Krebs auch bei Katzen zu den häufigsten Krankheiten und Todesursachen. Während die Erforschung der genetischen Grundlagen von Krebs sowohl beim Menschen als auch beim Hund in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat, steht die Krebsforschung bei Katzen noch am Anfang.
Eine neue Studie zeigt jetzt sogar: Bei einigen Krebsarten spielen bei Katzen und Menschen dieselben Gene eine Rolle. Sie leiden häufig an ähnlichen Krankheiten wie wir, darunter Diabetes, Übergewicht, Nierenerkrankungen, Bluthochdruck und auch Krebs.
Besonders häufig tritt bei Katzen Brustkrebs (Mammakarzinom) auf – vor allem bei weiblichen Tieren.
Die Studie basiert auf der genetischen Analyse von 13 verschiedenen Krebsarten bei Katzen. Untersucht wurde das Erbgut des Restmaterials von gesundem Gewebe und Krebsgewebe von knapp 500 Hauskatzen aus fünf Ländern, welches im Zuge der Behandlung anfiel und zur Verfügung gestellt wurde.
Ergebnis: Viele genetische Veränderungen, die Krebs auslösen, sind bei beiden gleich.
Ein Beispiel: Das Gen TP53 ist bei Katzen und Menschen besonders oft verändert. Es wurde bei rund einem Drittel aller Tumore gefunden – in beiden Spezies.
Bestimmte Gene steuern, wie sich Zellen teilen und wachsen. Wenn sie verändert sind, kann es zu unkontrolliertem Zellwachstum – also Krebs – kommen. Solche Veränderungen wurden sowohl bei Katzen als auch bei Menschen entdeckt.
Wie beim Menschen können auch bei Katzen Viren Krebs verursachen, etwa das Papilloma-Virus. Beim Menschen können sie Gebärmutterhalskrebs verursachen. Bei Katzen führen sie vor allem zu Hautkrebs.
Die spannende Erkenntnis: Einige der genetischen Veränderungen, die Krebs antreiben, sind bereits bekannt – und es gibt teilweise schon Medikamente dagegen.
Diese werden aktuell beim Menschen eingesetzt oder in Studien getestet. In Zukunft könnten solche Therapien auch bei Katzen eingesetzt werden.
Ziel: Krankheiten besser verstehen – und neue Therapien für beide entwickeln.