Alte Sorten sind besser

Darum ist dein Lieblingsapfel nicht gesund

Im Supermarkt greifen wir gern zu Gala oder Golden Delicious. Doch die beliebtesten Äpfel haben einen Nachteil gegenüber alten Sorten.
Technik Heute
26.02.2026, 12:42
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Äpfel zählen zu den beliebtesten Obstsorten - und gelten zu Recht als besonders gesund. Doch was viele nicht wissen: Die gängigen Supermarkt-Sorten wie Gala, Golden Delicious oder Granny Smith sind bei Weitem nicht so nährstoffreich, wie man vielleicht denkt. Wer wirklich von der vollen Kraft des Apfels profitieren will, sollte zu alten Sorten greifen.

In Österreich und Deutschland gibt es geschätzt rund 2.000 verschiedene Apfelsorten. Im Supermarkt findest du davon allerdings nur etwa 20. Der Grund: Moderne Züchtungen sind vor allem auf Haltbarkeit, Transportfähigkeit und Optik optimiert - oft auf Kosten der Inhaltsstoffe.

Wie chip.de berichtet, wurden aus modernen Apfelsorten die sogenannten Polyphenole größtenteils herausgezüchtet. Diese sekundären Pflanzenstoffe sorgen zwar dafür, dass das Fruchtfleisch nach dem Aufschneiden braun wird - sie sind aber äußerst gesundheitsfördernd.

Was Polyphenole so wertvoll macht

Polyphenole wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Sie schützen die Zellen und gelten als wichtiger Baustein für die Gesundheit. Alte Apfelsorten enthalten deutlich mehr davon: Während ein alter Boskoop zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Polyphenole liefert, sind es bei modernen Sorten nur noch 200 bis 400 Milligramm.

Die modernen Züchtungen haben das Problem der Braunfärbung zwar gelöst - damit ging aber auch der gesundheitliche Vorteil verloren. Außerdem vertragen Apfel-Allergiker alte Sorten häufig deutlich besser als neue.

Diese alten Sorten solltest du kennen

Zu den empfehlenswerten alten Apfelsorten zählen unter anderem: Berlepsch, Boskoop, Finkenwerder Herbstprinz, Glockenapfel, Gravensteiner und Rote Sternrenette. Sie überzeugen nicht nur mit mehr Nährstoffen, sondern bieten auch eine viel größere Geschmacksvielfalt.

Wer diese Sorten im Supermarkt nicht findet, wird auf Bauernmärkten, bei Direktvermarktern oder auf Streuobstwiesen fündig. Gerade im Herbst lohnt es sich, nach regionalen alten Sorten Ausschau zu halten. Dein Körper wird es dir danken.

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