Darum liegen nun auch Geimpfte auf der Intensivstation

Die Corona-Zahlen in Österreich gehen langsam in die richtige Richtung, jedoch ist die Lage auf Intensivstationen nach wie vor angespannt. Auch weil immer öfter geimpfte Patienten behandelt werden müssen. (Symbolfoto)
Die Corona-Zahlen in Österreich gehen langsam in die richtige Richtung, jedoch ist die Lage auf Intensivstationen nach wie vor angespannt. Auch weil immer öfter geimpfte Patienten behandelt werden müssen. (Symbolfoto)Waltraud Grubitzsch / dpa / picturedesk.com
Die Corona-Zahlen gehen langsam zurück, doch die Lage in den Spitälern bleibt angespannt. Auch Geimpfte müssen intensivbehandelt werden.

Der Dezember begann mit 10.367 neuen Corona-Fällen, am 3. waren es 6.738 und an heutigen Sonntag meldeten die Behörden noch weniger, nämlich 5.192 Neuinfektionen. Die Zahl der neu bestätigten Fälle geht stetig zurück, der Lockdown scheint Wirkung zu zeigen. Die Virus-Lage in Österreich bleibt mit Blick auf die Spitäler dennoch weiter angespannt, vor allem weil sich Berichte über geimpfte Patienten auf der Intensivstation häufen. Wieso ist das aber so? "Heute" hat alle Infos.

Zweite Impfung liegt zu lange zurück

Bei der Sitzung der Corona-Kommission am Donnerstag war dies eines der Hauptthemen. Ein Vertreter aus Wien betonte, dass bei zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung der Anteil geimpfter Infizierter im stationären Bereich naturgemäß ansteige. Auch in Oberösterreich beobachte man, dass es sich bei den Geimpften auf der Intensivstation vielfach um Personen handle, die nach aktueller Definition nicht mehr als vollständig geimpft gelten würden. Grund dafür ist, dass bei diesen Patienten die zweite Corona-Impfung bereits zu lange zurückliegt. Die Impfung biete nach wie vor den besten Schutz vor einer (schweren) Erkrankung (siehe Statistiken unten).

Wie geht es nach dem Lockdown weiter?

Der harte Lockdown in Österreich soll bekanntlich in einer Woche, am 12. Dezember enden. Wie es jedoch danach weitergeht, ist noch offen. Erste Landeshauptleute äußerten sich bereits zu diesem Thema, wie zum Beispiel Tirols Günther Platter(ÖVP): In der ORF-Pressestunde betonte er, dass der Lockdown – für Geimpfte – fix am 12. Dezember enden soll. "Es ist jetzt Zeit, dass die Politik ihre Versprechen einhält und am 13. Dezember alle Branchen öffnet", sagte er. Auch das Burgenland soll beim großen Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch darauf pochen, das Lockdown-Ende für Geimpfte per 12.12. einzuhalten. Die endgültige Entscheidung, wie es in Österreich nach dem 12. Dezember weitergeht, steht noch aus. 

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