Darum urinieren Raumfahrer an einen Bus in Kasachstan

Die ISS ist wohl das teuerste von Menschen gemachte Objekt. Sie kostete rund 100 bis 150 Milliarden US-Dollar.
Die ISS ist wohl das teuerste von Menschen gemachte Objekt. Sie kostete rund 100 bis 150 Milliarden US-Dollar.Science Photo Library / picturedesk.com
Träumst du davon, einmal im Leben in der Internationalen Raumstation zu sein? Wenn du diese Fakten darüber gelesen hast, überlegst du es dir nochmal.

Die Internationale Raumstation (ISS) kreist in etwa 400 Kilometern Flughöhe um die Erde. Der Aufenthalt in der ISS mag für die Astronautinnen und Astronauten spektakulär sein, gemütlich ist er allerdings nicht. Beim Keksebacken muss man ewig warten, Unterwäsche ist Mangelware und es müffelt mächtig. Eine Auswahl besonderer Fakten.

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Nichts ist teurer als die ISS

Wusstest du, dass die ISS das wohl teuerste bisher von Menschenhand geschaffene Objekt ist? Nach Schätzungen sind weit über 100 bis 150 Milliarden US-Dollar in das Projekt geflossen. Die US-Raumfahrtagentur NASA macht zwar keine Angaben dazu und auch die beteiligten Agenturen geben oft nur die Hardware-Kosten an – ohne die Ausgaben für Astronautinnen und Astronauten sowie andere Bereiche. Deutschland gab allerdings an, dass der Unterhalt der ISS derzeit etwa 160 Millionen Euro jährlich koste. Expertinnen und Experten schätzen die Gesamtkosten der Station auf bis zu sechs Milliarden Dollar pro Jahr.

Die ISS fällt

Wusstest du, dass auf der ISS nicht wegen ihrer Flughöhe Schwerelosigkeit herrscht? Die Anziehungskraft der Erde ist in 400 Kilometern Höhe noch fast genauso groß wie auf der Erde. Der Grund für die Schwerelosigkeit an Bord ist, dass die ISS eigentlich nicht fliegt, sondern fällt – in einem großen Kreis um die Erde herum.

Auf der ISS vergeht die Zeit langsam

Wusstest du, dass die Zeit auf der ISS langsamer vergeht? Fachleute nennen den auf Einsteins Relativitätstheorie zurückgehenden Effekt Zwillingsparadoxon. Bei der ISS gibt es ein reales Beispiel: Der US-Astronaut Scott Kelly verbrachte fast ein ganzes Jahr auf der ISS, sein Zwillingsbruder blieb am Boden. Dem Gedankenexperiment zufolge durchlebte Scott Kelly bei seiner Bewegung durchs All Bruchteile von Sekunden weniger als sein Bruder Mark auf der Erde.

Darum sind ISS-Raumfahrer ständig verschnupft

Wusstest du, dass ISS-Raumfahrerinnen und -Raumfahrer ständig eine Schnupfennase haben? Auf der Erde fließt die Flüssigkeit der Nasenschleimhäute meist unbemerkt und automatisch in den Rachen – nicht so in der Schwerelosigkeit. Zudem verlagert sich das Wasser in den Organen, die Nasenschleimhäute schwellen an. Betroffen ist übrigens nicht nur die Nase: Das ganze Gesicht ist aufgedunsen – die Beine hingegen sind dünner.

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