➤ Das Problem: Die Österreicher produzieren 900.000 Tonnen Plastikmüll pro Jahr. Davon werden lediglich 25% recycelt, der Rest verbrannt. Genau hier will Gewessler ansetzen.
➤Was können wir tun? Die simple Anwort: Mehr Plastik recyceln.
➤ Das will das Umweltministerium: Mit einem Pfand auf Einweg-Plastikflaschen, einer Mehrweg-Quote (bis 2023 soll mindestens jede vierte Plastikflasche im Supermarkt wiederverwertbar sein) und einer Pilicht-Abgabe für Plastikverpackungs-Produzenten erreichen. Das ganze Paket soll noch heuer stehen.
➤Drohen Staus vor Pfandautomaten? Laut Ministerium braucht es für ein Plastikpfand weder neue Automaten noch EInheitsflaschen. Grund: Es reiche einen Strichcode auf der Flasche zu scannen. Ob das wirklich schnell und auch bei zerknüllten Flaschen klappt, wird aber erst die Praxis zeigen.
Das Pfand ist ein Null-Summen-Spiel, die Herstellerabgabe aber wird sich in Getränkepreisen spiegeln.
➤Etwas muss geschehen: Sollte der Anti-“Plastikflut“-Plan keine Plastikmüll-Reduktion bringen, wird es teuer. Denn ab 2021 fallen für jedes (!)Kilogramm nicht recycelbaren Plastiks 80 Cent EU-Steuer an.