Das verrät Sachverständiger zu Tiefgaragen-Bränden

In einer Tiefgarage in der Semmelweißstraße brannte dieses Auto.
In einer Tiefgarage in der Semmelweißstraße brannte dieses Auto.fotokerschi
Karl Wagner von der Brandverhütungsstelle OÖ hat die beiden Tiefgaragen-Brände in Linz untersucht. "Heute" erzählte er, wie die Brände gelegt wurden.

Ein Feuerteufel macht derzeit die Linzer Tiefgaragen unsicher. Dienstagabend wurde in einer Tiefgarage in der Semmelweißstraße in Linz ein Sportcoupé angezündet. Keine 24 Stunden später und nur 1,5 Kilometer zu Fuß entfernt, Mittwochmittag, musste die Berufsfeuerwehr Linz zum Brand in einer Tiefgarage am Lonstorferplatz ausrücken. Auch hier brannte ein Auto.

In beiden Fällen ging die Sprinkleranlage los, verhinderte so ein Ausbreiten der Flammen auf andere Fahrzeuge. Wir berichteten. 

Das sagt der Experte

Karl Wagner von der Brandverhütungsstelle OÖ wurde vom Landeskriminalamt als Brandsachverständiger hinzugezogen. Er untersuchte beide Tiefgaragen-Brände und stellte rasch fest, dass ein technischer Defekt bei beiden Fahrzeugen ausgeschlossen werden konnte.

Die Brände wurden in beiden Fällen gelegt. Aber wie? Was war die "externe Zündquelle" von der die Polizei immer spricht? Wir fragen den Experten.

"Was zum legen des Brands verwendet wurde lässt sich nicht mehr genau sagen. Beim jüngsten Brand hatte die Auto-Dachbox aus Kunststoff Feuer gefangen. Wenn ich ein Feuerzeug hernehme und ich es lange genug an eine der Kanten der Box dranhalte ist die relativ leicht entzündbar. Im ersten Fall kann auch ein Papier zum Anzünden verwendet worden sein", erklärt Wagner im Gespräch mit "Heute".

Flüssigkeit als Zündquelle kann ausgeschlossen werden

Dass die Autos mit einer brennenden Flüssigkeit angezündet wurden, schließt der Experte aus. Darauf lässt nichts schließen. Auch sonst wurde weder ein Feuerzeug noch eine Zündholzschachtel vor Ort gefunden. 

Klar festgestellt werden konnte, beim Sportcoupé in der Tiefgarage der Semmelweißstraße, Dienstagabend, wurde die hintere Fensterscheibe des Pkw eingeschlagen. Der Brandherd befand sich auf der fahrerseitigen Rücksitzbank. 

Einen Hinweis darauf, wer der Feuerteufel ist, gibt das alles noch nicht. Den Täter zu finden ist jetzt Aufgabe des Landeskriminalamtes. Und die hofft immer noch auf Hinweise (Telefonnummer 059133/ 453206).

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