Derzeit wird nahezu jedes Produkt teurer. Egal ob Mieten, Strom, Gas oder Lebensmittel– die Preise in Österreich steigen rasant an. So auch für Internet- und Handytarife, die ebenfalls von den Teuerungen betroffen sind.
Einmal im Jahr dürfen Internet- und Handyvertragsanbieter ihre Preise an den Verbraucherpreis-Index der Statistik Austria anpassen. Diese Wertsicherung ist nun dafür verantwortlich, dass schon bald Handy- und Internetpreise ebenfalls in die Höhe schnellen werden.
Während die Verbindungsentgelte nicht steigen, wird die Grundgebühr der Tarife erhöht. Maximilian Schirmer, Chef des Preisvergleich-Portals tarife.at, geht davon aus, dass die Preissteigerung circa 4,2 Prozent umfassen wird. Der absolute Mehrbetrag hängt dementsprechend von der Grundgebühr ab, die zu zahlen ist.
Mehr dazu >> Teuerungen – Ehepaar muss im Sozialmarkt einkaufen
Folgt man diesen Berechnungen, würde ein Tarif, der derzeit 65 Euro pro Monat kostet, um insgesamt 33 Euro im Jahr teurer werden. Laut "Ö1 Morgenjournal" können aber die Preisenur dann steigen, wenn im Vertrag eine Wertsicherungs-Klausel enthalten ist. Wenn diese erst jetzt vom Handy- oder Internetbetreiber eingefordert wird, können Kundinnen und Kunden mit einem Sonderkündigungsrecht bereits vorab den Vertrag verlassen.
Maximillian Schirmer hält dies aber ohnehin für unrealistisch, er sagt: "Üblicherweise wird eine Wertsicherung im Nachtrag nicht vereinbart, weil die Anbieter wissen, dass dann dieses Sonderkündigungsrecht in Anspruch genommen werden kann". Eine derartige neue Klausel im Vertrag müsste zudem einen Monat im Voraus von den Anbietern bekannt gegeben werden.