Das ist über die Risiken von CoolSculpting bekannt

 Linda Evangelista im Jahr 2015 - wohl vor dem Eingriff.
Linda Evangelista im Jahr 2015 - wohl vor dem Eingriff.www.PHOTOPRESS.at
Eigentlich sollte der Eingriff die Fettzellen schrumpfen, doch bei Linda Evangelista kam es zum gegenteiligen Effekt. Eine bekannte Komplikation.

Das kanadische Topmodel Linda Evangelista stand einst für weniger als 10.000 Dollar morgens erst gar nicht auf – zuletzt war es um die heute 56-Jährige allerdings ruhig geworden. In der vergangenen Woche nannte die Mutter eines Sohnes nun den Grund für ihr Verschwinden aus der Öffentlichkeit auf Instagram: eine offenbar verpfuschte Schönheitsbehandlung.

Sie sei "brutal entstellt", schrieb das ehemalige Model. CoolSculpting, ein Verfahren, das eigentlich dazu diene, Fettzellen zu verkleinern, habe bei ihr zum Gegenteil geführt und die Zellen vergrößert. Schuld daran sei eine Abwehrreaktion auf ein Fettreduktionsverfahren gewesen. Auch zwei korrigierende Eingriffe hätten nichts daran geändert, sie sei "dauerhaft deformiert".

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Mangelhafte Aufklärung über Risiken

Evangelista gibt an, nicht ausreichend über mögliche Risiken der Methode aufgeklärt worden zu sein. Nun hat die 56-Jährige den Hersteller des dabei eingesetzten Gerätes auf 50 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 42,6 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Was passiert bei CoolSculpting?

Die CoolSculpting-Methode gilt als sanftere, da nicht-invasive (also ohne Operation) Alternative zur Fettabsaugung– sollte allerdings nicht mit einer Kryolipolyse verwechselt werden und ist auch nicht ohne Risiken. 

Für die Behandlung wird der Applikator auf die vom Arzt festgelegte Problemzone gebracht, danach erfolgt eine kontrollierte Kühlung des Fettgewebes auf -11 Grad Celsius. Ein Geltuch schützt dabei die Haut. Anschließend setzt ein allmählicher, natürlicher Abbau der Fettzellen ein, da diese empfindlich auf sehr niedrige Temperaturen reagieren.

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Welche Risiken sind bekannt?

An der Behandlungsstelle kann während der Behandlung ein leichtes Druckgefühl, Stechen, Kribbeln und Brennen auftreten. Eine Betäubung braucht es in der Regel aber nicht. Nach der Behandlung kann der Bereich gerötet und leicht geschwollen sein, ebenso können Taubheitsgefühle auftreten. Auch blaue Flecken können auftreten. Diese Begleiterscheinungen bilden sich in der Regel innerhalb von zwei Wochen zurück. Weit seltenere Nebenwirkungen sind später einsetzende Schmerzen, Kälteverbrennungen und Brüche in der Bauchgegend, sogenannte Hernien.

Das Supermodel leidet nach eigenen Angaben unter einer weiteren seltenen, aber bekannten Nebenwirkung des Verfahrens – der sogenannten paradoxen adipösen Hyperplasie. Sie tritt Schätzungen zufolge etwa bei einem von 20.000 behandelten Patienten auf. Hierbei bildet sich das Fettgewebe nicht wie erhofft zurück, sondern vermehrt sich im Umfang – die Behandlung hat damit exakt den gegenteiligen Effekt. Die Nebenwirkung äußert sich durch eine anhaltende Schwellung der Behandlungsstelle. Warum die Methode in seltenen Fällen zu einer Hyperplasie führt, ist unklar.

Vor der Behandlung müssen Patienten natürlich über mögliche Risiken aufgeklärt werden. Vor der Behandlung erfolgt eine schriftliche Einwilligung.

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