Das sagt Peter Pilz zum Hunde-Cartoon

Diese Karikatur wurde von der Liste Jetzt-nahestehenden Seite zackzack.at veröffentlicht.
Diese Karikatur wurde von der Liste Jetzt-nahestehenden Seite zackzack.at veröffentlicht.Bild: Screenshot zackzack.at
Die Veröffentlichung einer Karikatur, die Beate Meinl-Reisinger als Hündin darstellt, sorgte für helle Aufregung. Wir baten Peter Pilz um eine Stellungnahme.
Die Veröffentlichung einer Karikatur auf der Liste Jetzt-nahen Seite zackzack.at, sorgte am Montagmittag in den sozialen Medien für helle Aufregung. "Heute.at" sprach mit Peter Pilz über den Cartoon.

Der Hintergrund der Karikatur ist das neue Parteispendengesetz. Eine Mehrheit aus SPÖ, FPÖ und Liste Jetzt hat beschlossen, dass Parteien nicht mehr als 750.000 Euro pro Jahr an Spendengeldern annehmen dürfen.

Die Neos haben daraufhin angekündigt, in Zukunft "fördernde Mitglieder" aufzunehmen. Diese würden einen wesentlich höheren Mitgliedsbeitrag zahlen als "normale" Mitglieder. Dieser wäre nicht von einer gesetzlichen Deckelung betroffen.

Pilz äußert sich zur Zeichnung



CommentCreated with Sketch.19 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Wir erreichen Jetzt-Gründer Peter Pilz, als sich dieser in einer Besprechung befindet. Dennoch nimmt sich der Mandatar Zeit, um über den Stein des Anstoßes, die Karikatur zu plaudern.

Dass die Neos, eine Parlamentspartei wie Pilz betont, diesen Nationalratsbeschluss umgehen wollen, bezeichnet er als "Unverfrorenheit". Ihm gehe es darum, die "pinke Extrawurstroute" zu schließen.

Das sprachliche Bild habe seinen Ursprung in einer Aussage der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss. Die Aufregung der Neos-Abgeordneten versteht Pilz daher nicht. Er betont die Kunstfreiheit, denn "wir hatten es in Österreich schon einmal, dass Karikaturen verboten wurden".



Keine Parallelen zu Rattengedicht



Auch verweist Pilz im Interview auf eine Karikatur von Gerhard Haderer, der vor über einem Jahrzehnt Werner Faymann als Hund dargestellt hat. Er sei gegen ein Karikaturverbot, wichtiger sei ein "Gesetzumgehungsverbot".

Angesprochen darauf, dass der Cartoon in sozialen Netzwerken auch teilweise mit dem Rattengedicht verglichen wird, reagiert Pilz erbost. Das Gedicht sei verabscheuenswert, weil es eine bestimmte Gruppe von Menschen diskriminierte. Eine Parallele hierzu erkennt Pilz nicht.

Dieser sieht in der Zeichnung eine legitime Form des Protests gegen die Neos. Er wolle wissen, welche Millionärsspenden für die Neos im Hintergrund warten würden, die nun durch das Gesetz verboten wurden.



(mr)

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