Das sind die aktuellen Corona-Hotspots in Österreich

Im Bezirk Melk drohen ab dem Wochenende Ausreisekontrollen
Im Bezirk Melk drohen ab dem Wochenende AusreisekontrollenHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Nachdem die 7-Tage-Inzidenz bereits den sechsten Tag über der 400er-Grenze liegt, drohen jetzt in zwei Bezirken Ausreisekontrollen.

Das Coronavirus hat Österreich weiterhin fest in den Hand. Laut dem Bundesministerium für Inneres hat es in den letzten 24 Stunden insgesamt 3.101 Neuinfektionen gegeben. Auch in zwei niederösterreichischen Bezirken ist die Lage angespannt. Nachdem dort die 7-Tage-Inzidenz bereits den sechsten Tag über der 400er-Grenze liegt, drohen Ausreisekontrollen.

Scheibbs und Melk zittern

Die Behörden im Bezirk Melk und im Bezirk Scheibbs bereiten sich bereits darauf vor, dass man ab dem Wochenende gültige und negative Coronatests braucht, um den Bezirk verlassen zu dürfen. Sollten die beiden großflächigen Pendlerbezirke tatsächlich am Donnerstag als Hochinzidenz-Region eingestuft werden, drohen stichprobenartige Kontrollen bei der Ausreise.

Scheibbs stand bereits in der Vorwoche knapp davor, Ausreisekontrollen durchführen zu müssen. Doch am Gründonnerstag, dem letzten Tag der siebentägigen Beobachtung, wies man im Mostviertel plötzlich einen Inzidenzwert von 386,3 aus. Am Karfreitag sprang der Wert aber bereits wieder über die 400er-Grenze.

Wien "hot", Vorarlberg not

Welche Regionen in Österreich haben eigentlich derzeit die höchste 7-Tages-Inzidenz und zählen zu den Corona-Hotspots in Österreich? "Heute" hat das AGES-Dashboard mit den Corona-Werten näher unter die Lupe genommen und zeigt die drei Bezirke aller neun Bundesländer, die derzeit den höchsten Wert aufweisen.

Salzburg (218,5)

➤ Salzburg-Umgebung: 227,4

➤ Sankt Johann im Pongau: 219,2

➤ Zell am See: 218

Wien (324,0)

➤ In der Bundeshauptstadt werden die 23 Bezirke nicht einzeln gelistet, stattdessen wird die Bundeshauptstadt als ein Bezirk angesehen. Aktuell beträgt die 7-Tages-Inzidenz in Wien 324,0.

Niederösterreich (251,6)

➤ Scheibbs: 466,0

➤ Melk: 434,8

➤ Amstetten: 363,9

Kärnten (215,8)

➤ Feldkirchen: 334,4

➤ Spittal an der Drau: 283,4

➤ Villach-Stadt: 235,4

Burgenland (215,7)

➤ Eisenstadt (Stadt): 357,7

➤ Oberwart: 354,3

➤ Jennersdorf: 216,4

Oberösterreich (186,9)

➤ Braunau: 357,2

➤ Ried im Innkreis: 269,1

➤ Vöcklabruck: 251,3

Steiermark (172,0)

➤ Murau: 257,8

➤ Hartberg-Fürstenfeld: 243,9

➤ Voitsberg: 207,7

Tirol (198,0)

➤ Lienz: 369,3

➤ Innsbruck (Stadt): 237,2

➤ Innsbruck-Land: 236,1

Vorarlberg (131,9)

➤ Dornbirn: 171,3

➤ Feldkirch: 123

➤ Bregenz: 121,5

Auch ein Blick auf die 7-Tages-Inzidenz der Bundesländer zeigt, dass die Corona-Lage in Österreich weiter angespannt bleibt. Diese liegt laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) derzeit (Stand 7. April, 0.00 Uhr) nämlich bei exakt 232,1. Am höchsten ist der Wert dabei weiterhin in Wien mit einer 7-Tages-Inzidenz von 324, gefolgt von Niederösterreich 251,6 und Salzburg 218,5.

Am niedrigsten ist die Zahl aktuell in Vorarlberg (131,9) und in der Steiermark (172,0). Der hohe Wert der 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, ist auch einer der Gründe, warum nach dem Corona-Gipfel keine weiteren Öffnungsschritte bekanntgegeben worden sind. Die aktuellen Corona-Zahlen lassen weitere Lockerungen nämlich einfach nicht zu. Im Gegenteil: Im Osten Österreichs wurde der Lockdown bis 18. April verlängert.

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