Dauert neuer harter Lockdown nun doch bis Ostern?

Lockdown in Österreich - hier im Bild die Getreidegasse in Salzburg (Archivfoto)
Lockdown in Österreich - hier im Bild die Getreidegasse in Salzburg (Archivfoto)BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Bundeskanzler Sebastian Kurz sorgt mit einem Tweet für Aufsehen: Wird der Lockdown gar bis Ostern verlängert?

Wie "Heute" berichtete, geht der harte Lockdown nahtlos in die Verlängerung. Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete dies damit, dass Mutationen des Virus nun auch in Österreich angekommen seien. Erst ab 7. Februar soll frühestens mit einer schrittweisen Öffnung begonnen werden. Frühestens. Denn wie der Kanzler jetzt in einem Tweet anmerkt, "haben wir noch zwei bis drei harte Monate vor uns". Kommt ein Lockdown gar bis Ostern?

Coronazahlen zu hoch

Sowohl die Schulen als auch der Handel werden nicht – wie ursprünglich geplant – nach der Winterruhe wieder hochgefahren. Auch für Hotellerie und Gastronomie heißt es: "Bitte warten". Diesmal sogar bis mindestens Anfang März.

Die türkis-grüne Bundesregierung will mit der Verlängerung des Lockdowns die 7-Tages-Inzidenz auf einen Wert von 50 pro 100.000 Einwohner senken. Bedeutet: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen müssen in den nächsten Wochen auf rund 700 gedrückt werden. Davon ist man derzeit mit über 1.000 neuen Corona-Fällen aber noch ein wenig entfernt.

In Absprache mit Merkel

"Wir haben noch zwei bis drei harte Monate vor uns. Es ist ein Wettlauf: Impfstoffzulassung gegen das Virus!", twittert Kurz am Sonntag. Trifft uns der Lockdown-Hammer also womöglich sogar bis Ostern? Nicht unwahrscheinlich.

"Im Idealfall haben wir die Möglichkeit, am 8. Februar Öffnungsschritte zu setzen. Können wir das garantieren? Nein." - Sebastian Kurz auf Puls4

Auch bei unseren deutschen Nachbarn läuft die Debatte über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen und eine Verlängerung des Lockdowns bis April.

Und wenn man weiß, wie viel Kurz auf die Meinung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hält - die beiden haben sich nach "Heute"-Informationen auch am Samstag telefonisch abgestimmt -, ist ein solches Szenario durchaus vorstellbar. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Mutation B.1.1.7 ist in unserem Nachbarland auch eine Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs, eine FFP2-Maskenpflicht und eine Homeoffice-Pflicht im Gespräch. Auch dürfen sich Bewohner von Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Ganz so weit wollte Kurz dann zwar doch nicht gehen - oder noch nicht?

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