Das Chaos bei der Deutschen Bahn hat im vergangenen Jahr erneut hohe Kosten verursacht. Rund 156 Millionen Euro musste die DB ihren Fahrgästen als Entschädigung für Verspätungen und Zugausfälle überweisen.
Damit hat sich die Summe im Vergleich zu 2019 verdreifacht. Gegenüber 2024 gab es aber einen Rückgang um knapp 41 Millionen Euro.
Fernverkehrsvorstand Michael Peterson erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung den Rückgang: "Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab."
Trotz der leichten Entspannung bei den Entschädigungszahlungen bleibt die Lage angespannt. "Trotzdem ist es für uns eine große finanzielle Belastung", so Peterson.
Auch die vielen Baustellen und Störungen im Streckennetz belasten die Bahn finanziell schwer. Laut Peterson bedeute eine mehrwöchige Sperrung oft Umsatzeinbrüche im ein- oder sogar zweistelligen Millionenbereich.