"Da sitzen nur Trottel"

Falsch umgeleitet – Zug krachte fast in Bahnsteig-Dach

"Als wir auf den deutschen Eisenbahnmarkt gekommen sind, haben wir erwartet, dass wir im Mittelalter landen würden. Aber es ist die Steinzeit."
Newsdesk Heute
21.01.2026, 20:14
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Bahnbetreiber steigen auf die Barrikaden – wegen der Deutschen Bahn. Die österreichische Westbahn und die Bayrische Regiobahn schmieden eine Allianz und luden am Mittwoch zu einer Pressekonferenz, in der sie die schlimmen Zustände in der Region thematisieren.

Österreichische Züge müssen bekanntlich über Bayern fahren, um schnellstmöglich von Salzburg nach Innsbruck zu kommen; die Westbahn fährt mittlerweile bekanntlich sogar bis Stuttgart. Und genau dort gibt es Probleme, wie man sie im nur wenig entfernten Österreich gar nicht kennt.

Im Ministerium "sitzen nur Trottel"

Westbahn-Chef Thomas Posch und sein BRB-Kollege Arnulf Schuchmann nannten den Medientermin gar einen "Hilfeschrei", zitiert sie etwa "Merkur.de". Weitere Schlagworte der Abrechnung waren "Zuständigkeits-Pingpong" oder "eigentlich keine Raketenwissenschaft". Das ging so weit, Schuchmann schließlich über das deutsche Bundesverkehrsministerium festhielt: "Da sitzen nur Trottel."

Posch wiederum erzählte über den Start der Verlängerung von Salzburg nach München: "Als wir vor vier Jahren auf den deutschen Eisenbahnmarkt gekommen sind, haben wir erwartet, dass wir im Eisenbahn-Mittelalter landen würden. Aber es ist die Steinzeit."

Züge wären mit Dach kollidiert

Im Anschluss erzählte er laut "SZ" von brandgefährlichen Vorfällen, die der Westbahn tagtäglich im Regelbetrieb im deutschen Netz passieren. Stellwerke seien unbesetzt, Züge werden auf falsche Gleise umgeleitet, "wo wir mit Bahngleisdächern kollidieren würden, wenn unsere Lokführer die Fehler nicht melden würden". Kundeninformation sei bei der DB ohnehin ein Fremdwort.

"Man muss nur schauen, wie es in Österreich gemacht wird", schlägt der Westbahn-Chef vor. "Wir wissen mittlerweile, was wir für ein Glück mit der ÖBB haben."

Und es wird bald noch schlimmer. Ab 7. Februar wird die Strecke Nürnberg-Passau gesperrt. Von Wien aus dauert es nach Deutschland dann deutlich länger, täglich müssen rund 100 Güterzüge über Salzburg umgeleitet werden, dort fallen dadurch Nahverkehrs-Züge aus. 2027 und 2028 wird dann die Strecke Salzburg-München abschnittsweise total gesperrt. Ein Bauvorhaben, das "ohne Sinn, ohne Verstand" durchgepeitscht werde.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 20:29, 21.01.2026, 20:14
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