Investor springt ab

Quester vor dem Aus! Sanierungsplan gescheitert

Die Sanie­rung der Baustoffhändlers Quester ist wohl vorerst geschei­tert, ein Konkurs­ver­fahren wurde bean­tragt. Wie es nun weitergeht.
Team Wirtschaft
21.01.2026, 12:17
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Die Sanierung der traditionsreichen Quester-Gruppe ist wohl endgültig gescheitert. Wie nun bekannt wurde, kann der geplante Rettungsversuch nicht umgesetzt werden, da die entscheidenden Investorengespräche abgebrochen wurden.

Damit steuert das Insolvenzverfahren auf eine Verwertung und Abwicklung zu.

Wie berichtet, wurde über das Vermögen der operativen Quester Baustoffhandel GmbH am Handelsgericht Wien bereits ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Im Rahmen dieses Verfahrens war ursprünglich vorgesehen, die Anteile der Quester Holding an einen Investor zu verkaufen, um so die Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen.

Diese Verhandlungen sind laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) und KSV1870 nun jedoch endgültig gescheitert. Die Folgen sind gravierend: "Im Sanierungsverfahren der Quester Baustoffhandel GmbH wird daher der Sanierungsplan zurückzuziehen sein", so Tanja Schartel vom KSV1870.

Von dem Insolvenzverfahren der Quester Holding sind derzeit drei Gläubiger betroffen, deren Forderungen sich im Liquidationsfall auf rund 16,4 Millionen Euro belaufen.

Wie es nun weitergeht, ist ebenfalls festgelegt. Da keine Fortführung oder Restrukturierung mehr angestrebt ist, wird die Insolvenzverwaltung das vorhandene Vermögen bestmöglich verwerten und offene Forderungen einbringlich machen. Ein allfälliges Masseguthaben soll am Ende des Verfahrens als Verteilungsquote an die Gläubiger ausgeschüttet werden.

Anfang November wurde über die Quester Baustoffhandel GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Bei der sogenannten Prüfungstagsatzung am 8. Jänner dieses Jahres meldeten insgesamt 674 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 55 Millionen Euro an. Bislang wurden davon zwölf Millionen Euro offiziell anerkannt. Der Großteil der bestrittenen Forderungen wird derzeit noch geprüft – es sei aber damit zu rechnen, dass weitere Beträge noch anerkannt werden.

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