Delta-Alarm in Österreich – "Rasch gegensteuern"

Die Delta-Variante ist in Österreich auf dem Vormarsch.
Die Delta-Variante ist in Österreich auf dem Vormarsch.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com (Symbolbild)
Die Corona-Fälle in Österreich sind in den vergangenen Tagen wieder angestiegen. Die Regierung berät nun über Maßnahmen gegen die Delta-Variante.

In der Bundeshauptstadt steigt am heutigen Donnerstag – Beginn 10.00 Uhr – ein Gipfel der Corona-Taskforce mit drei Ministern. Neben Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) werden auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sowie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) daran teilnehmen und über die aktuelle Corona-Situation in Österreich sprechen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte aus New York ausrichten lassen, dass man bei der Sitzung das Thema "Reiserückkehrer und Nachtgastronomie verstärkt betrachten" werden wird, "um hier bestmöglich zu agieren". Und ein Agieren scheint angesichts der derzeitigen Virus-Lage im Land wohl unvermeidbar. Denn in den letzten Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen vor allem durch die Delta-Variante wieder deutlich gestiegen.

"Anlass zu Sorge und Vorsicht"

Alleine am gestrigen Mittwoch waren über 330 neue Corona-Fälle vermeldet worden – und das scheint der Regierung deutlich zu hoch zu sein. 90 Prozent der Neuinfektionen seien laut Gesundheitsminister Mückstein dabei bereits auf die ansteckendere Delta-Variante zurückzuführen. "Diese Entwicklung ist für mich Anlass zu Sorge und Vorsicht. Denn die Infektionen werden auch zu einem Anstieg der Hospitalisierungen führen", stellte der Minister klar.

Ein Tweet von Mückstein deutet daher jetzt auf mögliche Verschärfungen in Österreich hin. "Wir müssen nun rasch gegensteuern und diskutieren daher intensiv, welche Maßnahmen wir kurzfristig setzen könnten", teilte der Gesundheitsminister noch am Abend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Jüngere infizieren sich mit Virus

Gemeinsam mit Kanzler Sebastian Kurz hatte Mückstein auch den Appell an junge Menschen gerichtet, sich gegen das Virus impfen zu lassen. Denn besonders in Discotheken und Nachtclubs haben die Infektionszahlen zuletzt deutlich zugenommen. So wurden etwa in der Steiermark mehrere hundert Kontaktpersonen gesucht, nachdem ein mit dem Coronavirus infizierter Gast eine Disco besucht hatte.

Besonders jüngere Personen infizieren sich also aktuell mit der Delta-Variante. "Wenn man jetzt den ganzen Juli heranzieht, dann sind 56 Prozent aller Infektionen auf die Altersstufen zwischen zehn und 30 Jahren zurückzuführen", so der Simulationsforscher Martin Bicher gegenüber dem Ö1-Frühjournal.

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