Um die rapide Ausbreitung der Delta-Variante in Österreich einzuschränken, hat die Regierung die Corona-Maßnahmen verschärft. So ist ab dem 22. Juli die Nachtgastronomie nur noch für Geimpfte und Personen mit negativem PCR Test – maximal 72 Stunden alt – zugänglich. Zudem bleibt die Registrierungspflicht in der Gastronomie und bei Veranstaltungen weiter verpflichtend.
"Jetzt können wir noch an kleinen Schrauben drehen, wenn wir frühzeitig reagieren", hatte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) in der "ZIB 2" klargestellt. Eine Verschärfung der Maßnahmen seitens der Regierung war dabei offenbar unausweichlich, denn in den letzten Tagen sind die Corona-Zahlen deutlich gestiegen, lagen am 14. und 15. Juni sogar über einem Wert von 300.
Und die steigenden Neuinfektionen in Österreich spiegeln sich dabei auch bei der 7-Tages-Inzidenz wider. Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) liegt der Wert aktuell (Stand 15. Juni, 14.00 Uhr) bei 17. Am höchsten ist die Zahl dabei weiterhin in Wien, die Bundeshauptstadt hat derzeit eine Inzidenz von 31,8. Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (5,4).
In den übrigen Bundesländern hält sich der Wert der 7-Tages-Inzidenz aber noch auf einem niedrigen Niveau: Kärnten liegt bei 14,6; Niederösterreich 11,8; Oberösterreich 13,3; Salzburg 14,1; Steiermark 12,7; Tirol 16,8 und Vorarlberg 12,5. Im Westen des Landes gibt es aber eine Region, die bei der 7-Tages-Inzidenz derzeit besonders hervorsticht – und zwar der Bezirk Reutte in Tirol.
Die Marktgemeinde mit knapp 7.000 Einwohnern im Tiroler Außerfern weist österreichweit nämlich aktuell mit 102,9 den höchsten Wert bei der 7-Tages-Inzidenz auf. Danach folgen – mit Abstand – Lienz mit 57,4 (ebenfalls Tirol) und der Bezirk Steyr-Land (47,6) in Oberösterreich. Anders sieht es ganz im Osten Österreichs aus. Die beiden Bezirke Oberwart und Rust (Stadt) im Burgenland haben nämlich eine Inzidenz von 0,0.