Erstmals wurde in Italien eine lokale Übertragung des Dengue-Virus durch die Asiatische Tigermücke bestätigt.
Zwei Erkrankte in der Provinz Lecce haben sich ohne Verbindung zu Auslandsreisen infiziert. Die Behörden schlagen angesichts dieser Entwicklung Alarm.
Der bestätigte Fall betrifft eine Person, die derzeit in Ligurien im Krankenhaus behandelt wird. Sie hatte sich zuvor in mehreren Orten im Salento, darunter Ugento, Ruffano und Alliste, aufgehalten.
Ein weiterer Verdachtsfall betrifft ein Familienmitglied mit Dengue-typischen Symptomen, das in Mailand wohnt. Beide hatten sich gemeinsam in derselben Region Süditaliens aufgehalten.
Wie die "TZ" berichtet, werden weitere Untersuchungen an Angehörigen durchgeführt.
Um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern, haben die Gesundheitsbehörden sofortige Desinfektionsmaßnahmen in den betroffenen Gemeinden angeordnet.
Ziel ist es, die Population der Tigermücke zu reduzieren und das Risiko weiterer Infektionen einzudämmen.
In Zusammenarbeit mit dem Istituto Zooprofilattico di Puglia e Basilicata werden in den nächsten Tagen Proben von Mücken gesammelt, um das Ausmaß einer lokalen Viruszirkulation zu bestimmen. So sollen auf Basis der Ergebnisse gezielte Schritte geplant werden.
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa zunehmend aus und kann verschiedene Viren übertragen.