Jamal Musiala ist zurück – und wie. Bei seiner Startelf-Rückkehr in der Champions League erzielte der Bayern-Star gegen Bodö/Glimt das wichtige 1:0 beim 5:0-Sieg. Doch nach seinen beiden Zusammenbrüchen in der Vorbereitung bleibt die besondere Situation des 23-Jährigen ein Thema. Seine Mitspieler wissen mittlerweile genau, was im Ernstfall zu tun ist.
Musiala war in zwei Testspielen innerhalb von drei Tagen umgekippt und hatte für einige Sekunden kaum auf seine Umgebung reagiert. Es handelte sich um neurologische Dysfunktionen, die kurze Bewusstseinsstörungen auslösen – sogenannte Absencen. Seine Medikation wurde danach wieder gesteigert, Musiala absolvierte ein Aufbauprogramm.
Weil es auch zuvor im Geheimtraining immer wieder zu solchen Situationen gekommen war, sind die Bayern-Stars mittlerweile entsprechend geschult, berichtet die "Bild". Sollte Musiala erneut umkippen, sollen seine Kollegen sofort reagieren. Gegen Leipzig stützte Neuzugang Ismael Saibari den zusammensackenden Musiala, gegen Heidenheim sorgte Star Harry Kane dafür, dass dessen Kopf nicht auf den Boden schlug.
Joshua Kimmich erklärt den Bayern-Plan: "Man geht hin, versucht, dass man ihn auf den Boden legt. Dann haben wir die Ärzte und Physios, die sich darum kümmern." Entscheidend sei, Ruhe zu bewahren. "Generell wissen wir, dass er so einen Moment haben kann. Wir sind alle darauf vorbereitet und haben deshalb keine Sorge."
Auch Trainer Vincent Kompany hatte bereits klargestellt, dass trotz der angepassten Medikation weitere Anfälle nicht ausgeschlossen sind. Sollte es an einem der vielen Spieltage erneut passieren, wäre das für die Bayern mittlerweile "kein großer Alarm mehr".
Umso größer war die Freude über Musialas gelungenes Comeback. "Ich bin richtig glücklich", sagte der Torschütze nach dem Spiel.