Haustiere

Der beste Freund eines Langsitzers: Werde Hundepate

Viele Hunde warten beim Tierschutz Austria auf ein eigenes Körbchen, das vielleicht nie kommen wird. So kannst du auch diese Hunde glücklicher machen.

Christine Kaltenecker
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Du liebst Hunde, hast aber nicht so viel Zeit? Dann werde doch Hundepate.
Du liebst Hunde, hast aber nicht so viel Zeit? Dann werde doch Hundepate.
(Symbolbild) Getty Images

Egal, wie aufopfernd und liebevoll sich um einen Tierheim-Hund gekümmert wird - eine eigene Familie kann auch das Tierpflegepersonal nicht ersetzen. Füttern und streicheln ist eine Sache, doch die Kapazitäten lassen oft viel mehr Aufmerksamkeit bei 1.000 Schützlingen im Tierschutz Austria (Vösendorf) gar nicht zu. Zu diesem Zweck gibt es sogenannte Hundepatenschaften. Der Hund wird mit einer kleinen Spende finanziell unterstützt und hat auch noch jemanden, der ihm ein bisschen mehr von der Welt, abseits der Tierheimmauern, zeigt.

Wir haben in unserer Bildergalerie einige entzückende Hunde zusammengefasst, die am Dringendsten einen Paten suchen:

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    Der aktive Mischlingsrüde "<strong>Rugo</strong>" (geb. April 2013) sucht schon lange ein Zuhause am Stadtrand. Ein zweiter Pate (einen hat er schon!) würde ihm die Wartezeit versüßen. <br>
    Der aktive Mischlingsrüde "Rugo" (geb. April 2013) sucht schon lange ein Zuhause am Stadtrand. Ein zweiter Pate (einen hat er schon!) würde ihm die Wartezeit versüßen.
    ©Tierschutz Austria

    So funktionierts:

    Wir haben mit Hundetrainierin Ruth Hofleitner vom Tierschutz Austria ausführlich über die Bedingungen einer Patenschaft gesprochen.

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    Darf ich Hundepate eines Listenhundes werden und, wenn JA, unter welchen Bedingungen?

    Paten müssen generell das 18. Lebensjahr vollendet haben, dann dürfen sie nach einer Einschulung auf einen bestimmten Hund, diesen mehrmals pro Woche betreuen. Dabei wird kein Unterschied zwischen Listenhund oder Nicht-Listenhund gemacht. Es gibt Regeln und Pflichten für alle Paten, die erfüllt und eingehalten werden müssen.

    2
    Darf ich mir meinen Patenhund aussuchen?

    Beim Ersttermin vor Ort im Tierheim werden mehrere Hunde vorgestellt, die noch keine Betreuungspaten haben. Aus diesem Pool aus zumeist drei bis vier Hunden kann der Hundepate einen Hund auswählen.

    3
    Darf ich mit meinem Patenhund auch Ausflüge machen oder ein Wochenende verbringen?

    Der Patenhund kann nur tagsüber betreut werden, eine Mitnahme über Nacht (also übers Wochenende) ist nicht möglich! Ein kleinerer Ausflug kann abhg. vom Hund ab und zu gemacht werden – auch hierbei müssen jedoch die Regeln und Pflichten (wie z.B. Einhaltung der Maulkorb- und Leinenpflicht) eingehalten werden.

    Patenhunde dürfen nach Freigabe einer Hundetrainerin außerhalb des Tierheims spazieren geführt werden, sobald diese stressfrei einen Maulkorb tragen können.

    4
    Was darf/soll ich denn generell mit "meinem" Patenhund machen?

    Was man mit dem Patenhund machen darf, hängt ganz von diesem ab. Natürlich soll der Hund die nötige Aufmerksamkeit und Zuwendung durch „seinen“ Menschen bekommen, sofern der Hund dies auch möchte (nicht jeder Hund liebt es, zu kuscheln). Weiters ist Training eine ganz wichtige Voraussetzung, die man als Pate bereit sein sollte, zu erfüllen. Angefangen von der Gewöhnung an Brustgeschirr, dem gehen an der Leine und Maulkorbtraining, betrifft dies v.a. Verhaltensauffälligkeiten der Hunde, an denen unter Anleitung der Tierschutz Austria-Hundetrainerinnen trainiert wird, um die Vergabechancen der Hunde zu verbessern. Darüber hinaus bieten wir noch einiges mehr an Projekten an!

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    Was kostet denn ein Patenhund?

    Es ist ein monatlicher Patenbeitrag von 30,00 Euro zu entrichten. Mit diesem Beitrag wird für jeden Paten eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen und die durch die Patenschaften für Tierschutz Austria entstehenden Mehrkosten (Trainertätigkeiten, Verwaltungsarbeiten, u.a.) abgedeckt.

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    Kann ich auch für mehrere Hunde Pate werden?

    Man kann bis zu drei Patenhunde betreuen.

    Eine noble Sache

    Pate eines Hundes zu werden, ist speziell für Personen gedacht, die selbst gerne einen Hund hätten, denen aber die notwendige Zeit fehlt, einen Vierbeiner zu adoptieren. Eine Win-Win Situation für beide also, denn leider ist es so, dass bei einigen Hunden die Vermittlungschancen sehr gering sind. Schon zu alt und mit großem "Rucksack" der Vergangenheit, verbringen viele Hunde dann doch ihre verbliebene Zeit im Tierheim. Diesen Hunden dann wenigsten ein paar Stunden in der Woche das Gefühl zu geben, dass man sie nicht vergessen hat - DAS zeigt wahre Tierliebe!

    Solltest du also Interesse an einer Patenschaft haben, so melde dich einfach beim Tierschutz Austria unter: