Der Geheimplan – so soll Österreich wieder aufsperren

Im Mai soll Österreich wieder aufsperren.
Im Mai soll Österreich wieder aufsperren.picturedesk.com
FFP2-Pflicht, Grüner Pass, Sicherheitskonzepte – so soll Österreich im Mai aufsperren. Ein konkretes Datum kursiert, fix wird es Ende dieser Woche.

Die Landeshauptleute haben bereits letzten Freitag ein Datum für große Öffnungsschritte in Österreich ins Auge gefasst – das verlängerte Christi-Himmelfahrts-Wochenende. Dieses beginnt in diesem Jahr am 13. Mai 2021. Ob es tatsächlich schon das Datum für das heiß ersehnte Hochfahren des Landes wird, ließ Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) im "Heute"-Gespräch noch offen. Fakt ist, so der Regierungschef: "Mein Ziel ist es, dass wir Mitte Mai Öffnungsschritte setzen können – in allen Bereichen."

In allen Branchen erste Öffnungen 

Dieser Satz besorgte Bürgermeister Michael Ludwig am Wochenende. Er glaube nicht, "dass alles gleichzeitig geöffnet werden kann", so der SP-Stadtchef. Wie "Heute" nun erfuhr, ist dies auch nicht geplant. Fix ist nur, dass aus allen Branchen Bereiche gleichzeitig wieder den Betrieb aufnehmen dürfen. Also von Sport, Kultur über Gastronomiebis hin zum Tourismus. Outdoor-Events (mit striktem Personenlimit, den Länderchefs schwebt 3.000 vor) werden es dann naturgemäß einfacher haben als jene in geschlossenen Räumen (angepeilte Grenze: 1.500 Besucher). In der Gastronomie dürften die Lokale outdoor und indoor starten dürfen, dafür muss die Nachtgastronomie noch mindestens einen Monat länger zu bleiben.

"Endlich mehr Lebensqualität"

Für Kanzler Kurz ("Die Freiheit ist zum Greifen nahe") ist diese Perspektive nun entscheidend: "Denn damit können wir viele Menschen endlich wieder in Beschäftigung bringen und vor allem bringt es für uns alle endlich wieder mehr Lebensqualität." Warum die Regierung jetzt nicht überhastet vorgeht, erklärt Kurz so: "Das Aufsperren muss überall natürlich mit Vorsicht geschehen und mit Sicherheitskonzepten, insbesondere dem Testen, verbunden sein." Dafür sollen auch sogenannte Wohnzimmer-Tests (mit QR-Code und Videobeweis) zugelassen werden. Auch die Wirtschaftskammer will "sicheres Öffnen möglich machen". Die Hintergründe HIER >>

Grüner Pass

"Die größte Testmotivation heißt Wirtshaus, die größte Impfmotivation Urlaub" – brachte ein Landeschef aus dem Westen die Situation am Freitag auf den Punkt. Sollte ein entsprechender Abänderungsantrag bis Mai im Parlament durchgewunken werden, soll die große Öffnung Österreichs bereits mit dem Grünen Pass umgesetzt werden. Zutritt zum Wirtshaus, in die Oper, ins Hotel & Co. ist nur mit grünem Status möglich. Den erlangen Geimpfte, Genesene und Getestete. Antigen-Tests könnten 48 Stunden Gültigkeit haben, negative PCR-Tests 72 Stunden. Über die Details wird noch debattiert.

Massenhaft Tests nur bis Sommer

Details werden diese Woche noch in der Öffnungskommission zwischen Vertretern von Bund, Ländern und den Sozialpartnern fixiert. Ende der Woche möchte die Regierung dann ein konkretes Datum nennen. Auch den Masken wird im Mai weiter eine zentrale Rolle zukommen, sagt Kurz: "Das Setzen auf die FFP2-Maske und das intensive Testen sind der Grund, warum wir besser als viele Nachbarländer durch diese dritte Welle gekommen sind. Wir werden bis zu einer breiten Durchimpfung daran festhalten." Wenn im Juli alle Österreicher, die das wünschen, geimpft sind, soll dann das straffe Test-Regime zurückgefahren werden, wurde in einer Sitzung mit Landeshauptleuten am Freitag besprochen.

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