Für die Fahrgäste eines Cityjets von Innsbruck nach Kufstein wurde die Zugfahrt am Dienstagnachmittag zum Albtraum. Kurz nach der Abfahrt soll laut "Kronen Zeitung" ein Mann drei junge Fahrgäste zunächst angepöbelt und anschließend mit einem Messer bedroht haben.
Während sich die Lage im dritten Waggon zuspitzte, reagierte ÖBB-Zugbegleiter Hussein Al Tamro sofort. Er trennte den Verdächtigen von den drei jungen Männern und brachte diese in einen anderen Waggon. Der Lokführer verständigte gleichzeitig die Polizei.
Bis zur Ankunft in Wörgl stellte sich der Zugbegleiter zwischen den mutmaßlichen Angreifer und die bedrohten Fahrgäste. Er sprach ruhig mit dem Mann, beobachtete dessen Verhalten und verhinderte, dass dieser erneut zu den Jugendlichen gelangen konnte, heißt es in dem Bericht.
Im Zug machte sich unterdessen große Unsicherheit breit. Fahrgäste brachten sich laut "Krone" in Sicherheit, eine Mutter wechselte mit ihren Kindern in einen anderen Waggon. Niemand wusste, ob der Mann das Messer weiterhin bei sich trug.
Als der Verdächtige bemerkte, dass die Polizei verständigt worden war, wollte er laut Bericht mehrmals zu den Jugendlichen. Er habe erklärt, sich entschuldigen zu wollen. "Ihr könnt mir ja nicht so ins Leben pfuschen", sagte der Mann laut "Krone" fast flehend.
Die Minuten bis zum Bahnhof Wörgl verliefen angespannt. Hussein Al Tamro blieb jedoch zwischen dem Mann und den übrigen Fahrgästen und sorgte dafür, dass die Situation nicht weiter eskalierte.
Am Bahnhof Wörgl warteten bereits Polizeibeamte und nahmen den mutmaßlichen Messerangreifer in Empfang. Danach konnte der Zug seine Fahrt in Richtung Kufstein fortsetzen, heißt es in der "Krone".
Durch das besonnene Eingreifen des ÖBB-Zugbegleiters blieb der Vorfall nach bisherigen Informationen ohne weitere Eskalation. Für viele Fahrgäste dürfte die Zugfahrt dennoch unvergesslich bleiben.