Einen skurrilen Weltrekord hat der Deutsche Marcel Paul am Dienstag in Tirol aufgestellt: Es geht um den Geschwindigkeitsrekord auf einem Bobby-Car, den der 34-Jährige mit unfassbaren 149,9 km/h geknackt hat.
Für den Versuch wurde die Sellrainstraße im Bezirk Innsbruck-Land gesperrt. Der Deutsche hatte bei der Bezirkshauptmannschaft extra eine entsprechende Genehmigung beantragt. Polizei und Ordner waren vor Ort.
Wie die BILD-Zeitung berichtet, hat sich der 34-Jährige aus Hessen intensiv auf den Rekordversuch vorbereitet. Besonders über die Aerodynamik hat sich der Elektrotechnik-Ingenieur lange den Kopf zerbrochen - mit Computermodellen habe er im Vorfeld "alles getestet".
Den Weltrekord von fast 150 km/h hat der Rekordhalter mit einem eigens umgebauten Bobbycar geknackt. Mit einem ganz normalen Bobbycar konnte er aber auch eine Geschwindigkeit von stolzen 109 km/h erreichen - ebenfalls Weltrekord.
Angetrieben wurden beide Modelle von der Erdanziehungskraft - keines der Bobbycars war mit einem Motor ausgestattet.
Damit das gelingen konnte, hat Paul die perfekte Strecke südwestlich von Innsbruck ausgewählt: Die Straße ist 2400 Meter lang und weist ein Gefälle von 16 Prozent auf. Ganze 230 Meter benötigte der Deutsche alleine für die Bremsung - die vollzog er auf dem Asphalt nur mit seinen Turnschuhen.
Nach den überstandenen Abfahrten wurden dem 34-Jährigen vor Ort - er selbst stand noch völlig unter Adrenalin - die Urkunden für seine beiden Weltrekorde überreicht. Der pulverisierte Weltrekord von über 130 km/h stammte übrigens ebenfalls von ihm.