Drogenkonflikte am Keplerplatz, Gewalttaten, Messer-Attacken und Schlägereien rundherum in Parks und sogar auf offener Straße: Beinahe täglich kommt es in Wien-Favoriten zu schweren Gewalt-Exzessen.
Viele Anrainer berichten von zunehmender Unsicherheit. Eine Favoritnerin sah letzte Woche eine Messer-Attacke am helllichten Tag. Aussagen von Teenagern ihr gegenüber schockieren.
Was war passiert: Mehrere Jugendliche sollen letzte Woche Donnerstag im Wielandpark im 10. Bezirk aufeinander losgegangen sein. Mehrere Augenzeugen berichten gegenüber "Heute", dass ein Jugendlicher im Park niedergestochen worden sein soll.
Aufgrund der schweren Stich- und Schnittverletzungen im Brustbereich wurde umgehend ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert. Ein 15-Jähriger wurde im Zuge einer Prügelei schwer verletzt. Auch zwei weitere Jugendliche (14 und 16) erlitten dabei Verletzungen.
Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten Beamte der WEGA den Tatverdächtigen wenig später in der Laaer-Berg-Straße anhalten. Das mutmaßliche Tatmesser – ein Klappmesser, das der Jugendliche während seiner Flucht weggeworfen haben soll – wurde im Nahbereich gefunden und sichergestellt.
Der unmündige Tatverdächtige wurde auf eine Polizeiinspektion gebracht und anschließend seiner Obsorgeberechtigten übergeben. Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, übernommen.
Eine Augenzeugin erlebte die Amtshandlungen der Polizei hautnah mit und bekam auch die Meinung einiger Teenager und Beteiligter mit. So sollen ihr drei Jugendliche gesagt haben: "Wetten, dass die Polizei hofft, dass er über 14 ist?"
Im Gespräch mit "Heute" spricht die Augenzeugin von Kalkül: "Die Talahons wissen, dass die Polizei nichts machen kann, wenn sie 12 Jahre alt sind."
Der Messer-Angriff im Wielandpark reiht sich in eine Vielzahl blutiger Straftaten in den letzten Wochen im 10. Bezirk ein. Erst am Dienstagabend eskalierte eine Auseinandersetzung, zwei Männer wurden auf offener Straße in der Senefeldergasse brutal niedergetreten und niedergestochen.
Kurios: Wie "Heute" erfuhr, kam es nach der Einlieferung der beiden Verletzten auch im Spital zu Problemen. Der 20-jährige Algerier soll sich gegenüber Ärzten und Pflegepersonal äußerst unkooperativ und aggressiv verhalten haben, wurde letztlich der Klinik verwiesen.
Auch sein 23-jähriger Begleiter soll sich trotz seiner schweren Verletzungen unkooperativ verhalten haben. Um eine medizinische Behandlung überhaupt zu ermöglichen, mussten ihn die Ärzte sedieren.
Darüber hinaus gab es allein in der Nacht auf Samstag zwei Messer-Attacken in Wien: Kurz nach Mitternacht wurde ein junger Mann am Laubeplatz in Favoriten mit blutenden Stichverletzungen aufgefunden – "Heute" berichtete.
Kurz vor Mitternacht war es am Morzinplatz zu einem Messer-Angriff gekommen. Die Beamten nahmen einen 18-Jährigen fest – mehr dazu hier.