Der neue Öffnungsplan – so geht es jetzt weiter

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will Mitte Mai alle Sparten wieder öffnen - mit neuen Regeln.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will Mitte Mai alle Sparten wieder öffnen - mit neuen Regeln.Georges Schneider Xinhua / Eyevine / picturedesk.com / Roland Schlager ("Heute-Montage)
Österreich soll im Mai wieder aufsperren. "Heute" fasst zusammen, was auf dem Weg dahin noch geschehen muss.

Gegenüber "Heute" präzisierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Wochenende: "Mein Ziel ist es, dass wir Mitte Mai Öffnungsschritte setzen können – in allen Bereichen. Also von Sport, Kultur über Gastronomie bis hin zum Tourismus. Damit können wir viele Menschen endlich wieder in Beschäftigung bringen und vor allem bringt es für uns alle endlich wieder mehr Lebensqualität." Warum die Regierung jetzt nicht überhastet vorgeht, erklärt Kurz so: "Das Aufsperren muss überall natürlich mit Vorsicht geschehen und mit Sicherheitskonzepten, insbesondere dem Testen, verbunden sein."

Öffnungskommission tagt

"Heute" erfuhr, dass die Landeshauptleute das verlängerte Wochenende zu Christi Himmelfahrt für das Lockdown-Ende anpeilen. Angesprochen auf diesen konkreten Termin (es wäre der 13. Mai) will sich Sebastian Kurz derzeit noch nicht festlegen: "Ein genaues Datum werden wir Ende nächster Woche nennen. Davor müssen wir das im Detail noch mit Experten besprechen." Auch der 17. Mai ist möglich.

Am Donnerstag hat die Öffnungskommission ihre Arbeit aufgenommen. Bund und Länder wollen dabei gemeinsam mit Experten beraten, welche Öffnungsschritte unter welchen Umständen erfolgen sollen. Eingebunden sind Bundeskanzleramt, Vizekanzleramt, das Gesundheitsministerium, das Tourismusministerium, das Bildungsministerium und das Kulturstaatssekretariat. Bis Ende nächster Woche soll die Öffnungskommission die neuen Sicherheitskonzepte für die komplette Öffnung der Gastronomie, der Hotels, weiters für Veranstaltungen indoor und outdoor ausarbeiten. Auf Basis dieser Vorschläge sollen die weiteren Schritte getroffen werden. Wahrscheinlich ist auch ein weiterer Öffnungsgipfel.

Schulen öffnen

Am 26. April startet jedenfalls der Schul-Unterricht wieder, wie "Heute" am Sonntag aus dem Bildungsministerium erfuhr: Außer in Volksschulen kann fix von Schichtbetrieb ausgegangen werden. Montag und Dienstag befindet sich die erste Gruppe im Klassenraum, Mittwoch und Donnerstag die zweite. Der Freitag wird für alle im Home-Learning absolviert. Weiterhin gilt die FFP2-Maskenpflicht. Die Schüler werden alle 48 Stunden getestet. Im Burgenland öffnen die Schulen bereits am 19. April mit den gleichen Regeln wie im Rest Österreichs. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte die Osterruhe frühzeitig beendet. Ab Montag, 19. April, öffnet damit wieder der Handel im Burgenland.

Shopping-Strafen

Also können die Wiener einfach zum Shoppen ins Burgenland fahren und sich etwa im Designer Outlet Parndorf mit Mode, Technik und CO. eindecken? Nein! Das ist (legal) nicht möglich. Für Wiener gelten weiterhin die harten Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr. Das Haus zu verlassen, ist nur aus den bekannten Ausnahmefällen erlaubt, darunter fällt das Einkaufen lebensnotwendiger Artikel.

Aus dem Innenministerium heißt es gegenüber "Heute", Schwerpunktkontrollen seien geplant. Sollte man beim "illegalen Shoppen" erwischt werden, drohen Corona-Strafen von bis zu 1.450 Euro. Besuche im Burgenland sind allerdings nicht komplett untersagt. Ein Ausflug zur psychischen und physischen Erholung etwa an den Neusiedlersee ist und bleibt erlaubt. Ein Spaziergang in Parndorf oder der Lebensmitteleinkauf im Burgenland ist also gestattet.

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