Coronavirus

Corona-Kommission sieht bei Lockerungen rot

Die Corona-Ampel im ganzen Land leuchtet dunkelrot. Die Kommission hat nun schlechte Nachrichten und warnt vor "vorschnellen Öffnungsschritten".
Heute Redaktion
27.01.2022, 19:17

In Österreich herrscht weiterhin sehr hohes Infektionsgeschehen – ein Ende der roten Welle auf der Corona-Ampel ist nicht in Sicht. Auch am Donnerstag wurden alle Bundesländer auf rot geschaltet. 

Trotz der hohen Infektionszahlen kündigte die Regierung an, den Lockdown für Ungeimpfte zu beenden. Die Ausgangsbeschränkungen treten außer Kraft. Noch am Wochenende wird eine neue Corona-Verordnung kommen. Für Ungeimpfte ändert sich dadurch wenig, aber gleichzeitig alles. Zwar dürfen sie wieder mehrere Menschen treffen, in der Gastronomie, im Kino oder im Handel haben sie trotzdem keinen Zutritt.

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Streit über Lockerungen

In der Politik herrscht gerade ein Streit über neue Corona-Regeln. Mehrere Landeschefs haben sich bereits für Lockerungen, etwa bei der Sperrstunde in der Gastronomie, ausgesprochen. Als Grund dafür wurde die stabile Lage in den Spitälern genannt, da die Omikron-Welle zwar viele Infektionen, aber weniger schwere Verläufe auslöst.

Risiko der Gefährdung des Gesundheitssystems immer noch vorhanden

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker schlossen Lockerungen aber strikt aus. Auch für die Corona-Kommission kommen solche derzeit nicht in Frage. Nach der Sitzung am Donnerstag warnte das Gremium vor "vorschnellen Öffnungsschritten" – diese würden nach wie vor das Risiko einer Gefährdung des Gesundheitssystems bergen. Insgesamt zeigt sich die Kommission aber optimistisch, auch wenn die Ampel im ganzen Land dunkelrot leuchtet.

Nach Einschätzung der Experten und Expertinnen ist bei Beibehaltung des aktuellen Maßnahmenregimes ein Erreichen der Auslastungsgrenzen an den Spitälern "zwar nicht auszuschließen aber wenig wahrscheinlich". Als weiterer Engpass seien mögliche Personalausfälle sowie gesperrte Stationen und Betten zu berücksichtigen, berichtet die APA.

Spitalszahlen steigen in nächsten Wochen

Derzeit liegt die Corona-bezogene Auslastung der Normalstationen bei drei Prozent. Bei vier Prozent könnten bereits erste Einschränkungen der Regelversorgung eintreten. Bei rund acht Prozent können in vielen Bundesländern etwa keine Routineuntersuchungen oder Operationen, die nicht unaufschiebbar sind, mehr durchgeführt werden.

Die Prognosen gehen in zwei Wochen von einer Auslastung von 4,4 Prozent aus. Einzelne Länder wie Burgenland und Kärnten lägen dann aber schon bei über acht Prozent, also jener Marke, ab der in manchen Ländern nur noch der Akutbetrieb gewährleistet werden kann.

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