Michael Schumacher ist mit sieben WM-Titeln eine der größten Legenden der Formel 1. Besonders erfolgreich war der Deutsche bei Ferrari, wo er fünf seiner sieben Titel holte. Weniger erfolgreich verlief dagegen sein Comeback bei Mercedes. Ex-Rivale David Coulthard sieht diese Rückkehr heute kritisch.
In der aktuellen Ausgabe der "Sport Bild" sagt der Schotte: "Das hat der Formel 1 geschadet! Die Stimmung war negativ."
Nach seinem Rücktritt kehrte Schumacher 2010 in die Formel 1 zurück und fuhr drei Jahre lang für Mercedes. Die großen Erfolge blieben jedoch aus. In 58 Rennen gelang ihm kein einziger Sieg. Sein bestes Ergebnis war Platz drei beim Europa-Grand-Prix in Valencia. Es blieb zugleich sein einziger Podestplatz für die Silberpfeile.
Trotzdem macht Coulthard nicht Schumacher für die enttäuschenden Ergebnisse verantwortlich. "Das Auto war zu langsam und der Rennstall erst auf dem Weg zum Topteam", erklärt der ehemalige McLaren-Pilot.
Ein Highlight gab es für Schumacher dennoch. Beim Grand Prix von Monaco fuhr er im Qualifying die schnellste Runde. Wegen einer Strafe aus dem Rennen davor musste er aber von Rang sechs starten.
Laut Coulthard waren die Erwartungen an Schumacher damals riesig. "Keiner hätte gewagt, sie zu kritisieren. Michael war unantastbar, ein Gott. Nachdem er für Mercedes aus seiner Rente zurückgekehrt war, waren die Erwartungen ungebrochen", sagt der 55-Jährige.
Aus seiner Sicht konnte Schumacher diese Erwartungen aber kaum erfüllen, weil Mercedes damals noch nicht konkurrenzfähig genug war.