Die Corona-Zahlen sind in Österreich nach wie vor auf einem alarmierend hohen Niveau. Am Freitag registrierten die Behörden über 32.400 Neuinfektionen, am Samstag rätselte man stundelang über die Zahlen, schlussendlich waren es 31.289 neue Fälle und am Sonntag vermeldete man 28.463 positive Corona-Befunde. Am Montag nach dem Öffnungs-Wochenende meldeten die Ministerien 26.153 Neuinfektionen. Zum Vergleich: Am Montag der Vorwoche, den 28. Februar, waren es 20.210 neue Covid-Fälle.
Dabei zeigt sich, dass es bei den Neuinfektionen einen starken Bezug zu Reiserückkehrern gibt. Weitab stärkstes Land ist Deutschland mit 769 Fällen (+67 Im Vergleich zur Vorwoche) innerhalb nur einer Woche, dahinter folgen Italien mit 224 Fällen (+40 Fälle) und Ungarn mit 200 Fällen (-80 Fälle). Für ebenfalls starke Zuwächse sorgen Infizierte aus der Slowakei mit +21 Fällen auf 142, Spanien mit +41 Fällen auf 117 und Kroatien mit -13 Fällen auf 103.
Aktuell macht eine brandneue Studie der Universität Wien die Runde. Wie sie ergab, erwies sich der Lockdown für Ungeimpfte als nur wenig wirksam. Das Ergebnis zeigt, dass Ungeimpfte trotz des für sie geltenden Lockdowns ihre sozialen Kontakte erhöht haben, so Politikwissenschaftlerin Julia Partheymüller gegenüber "Radio Wien": "Unsere Zahlen sprechen sogar eher dafür, dass Geimpfte, obwohl sie von den verschärften Regeln selbst nicht betroffen waren, ihre Kontakte stärker einschränkten als Ungeimpfte", sagte sie.
Das Vakzin des US-Herstellers Novavax hätte eigentlich die Menschen ansprechen sollen, die eine Schutzimpfung bisher verweigert haben. Die Bilanz nach einer Woche fällt aber ernüchternd aus. Wie das Ö1 "Journal um acht" am Sonntag berichtete, haben sich bis Freitag in Wien 429 Personen, in Oberösterreich 16, in Tirol 87, in Kärnten 18 und in der Steiermark 71 Personen einen Novavax-Stich geholt.