Aus der Traum! Deutschland ist bei der WM bereits im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann verlor gegen Außenseiter Paraguay nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 3:4 im Elfmeterschießen und muss die Heimreise antreten. Es ist das erste verlorene WM-Elfmeterschießen der DFB-Geschichte.
Julio Enciso brachte Paraguay kurz vor der Pause per Kopf in Führung (42.). Kai Havertz glich nach Seitenwechsel mit seinem fünften Turniertor aus (54.). Ein vermeintlicher Treffer von Jonathan Tah in der Verlängerung wurde nach VAR-Eingriff aberkannt. Deutschland hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte paraguayische Defensive jedoch kaum Lösungen.
Im Elfmeterschießen entwickelte sich ein Nervenkrimi. Paraguays Torhüter Orlando Gill versuchte die deutschen Schützen vor jedem Versuch mit lautem Klatschen und Gesten aus dem Konzept zu bringen – mit Erfolg. Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah scheiterten vom Punkt, während Paraguay viermal verwandelte.
Damit setzt sich die Negativserie des DFB-Teams bei Weltmeisterschaften fort. Nach den Vorrunden-Aus 2018 und 2022 folgt nun das nächste bittere Scheitern. Paraguay zieht dagegen erstmals seit Jahren wieder in die Runde der letzten 16 ein und trifft dort auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden. Für Nagelsmann und seine Mannschaft beginnt nach dem erneuten WM-Debakel dagegen die schonungslose Aufarbeitung.