Deutschland hat bei der WM den Aufstieg ins Achtelfinale bereits nach zwei Spielen fixiert. Nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste stehen die Deutschen erstmals seit dem WM-Titel 2014 wieder in der K.o.-Phase eines Turniers. Der nahezu perfekte Start wird allerdings von großen Personalsorgen überschattet.
Innenverteidiger Nico Schlotterbeck verletzte sich bereits nach 13 Minuten am linken Knöchel. Der Abwehrchef knickte unglücklich um, biss trotz Schmerzen und Schmerzmitteln bis zur Pause auf die Zähne, musste danach aber in der Kabine bleiben. Für ihn kam Antonio Rüdiger ins Spiel.
Nach dem Schlusspfiff klang Bundestrainer Julian Nagelsmann alles andere als optimistisch. "Es sieht nicht gut aus – leider", sagte er im ZDF. Der Verdacht richtet sich auf eine Verletzung des Innenbands im Sprunggelenk. Gewissheit soll nun eine MRT-Untersuchung bringen.
Für Deutschland wäre ein längerer Ausfall ein herber Rückschlag. Schlotterbeck zählt zu den wichtigsten Stützen der Defensive und bildet gemeinsam mit Jonathan Tah das Innenverteidiger-Duo. Nachnominierungen sind im laufenden Turnier nicht mehr möglich.
Besonders bitter: Erst im Vorjahr hatte Schlotterbeck nach einem Meniskusriss monatelang pausieren müssen. Bestätigt sich nun der Verdacht auf eine schwerere Bänderverletzung, könnte aus dem gelungenen deutschen WM-Auftakt binnen weniger Tage eine echte Hiobsbotschaft werden.